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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Grundherrschaft im Mittelalter einfach erklärt

Du lernst, wie Grundherren und Bauern verbunden waren, welche Pflichten sie hatten und warum nicht alle Bauern gleich abhängig waren.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Grundherrschaft im Mittelalter einfach erklärt

Kurz gesagt

Grundherrschaft verband die Verfügung über Land mit Macht über die Bauern, die darauf arbeiteten. Die Bauern leisteten Abgaben und Dienste. Der Grundherr sollte ihnen Schutz und Unterstützung gewähren.

Ein Bauer bewirtschaftete Land, über das ein anderer bestimmte. Von seiner Ernte musste er etwas abgeben und zusätzlich Arbeiten für den Grundherrn erledigen. Du erfährst, welche Pflichten beide Seiten hatten und warum das Leben der Bauern trotzdem sehr unterschiedlich sein konnte.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

5 Abschnitte

Bei der Grundherrschaft verfügte ein Grundherr über Land und hatte dadurch Macht über die Bauern, die es bewirtschafteten. Land zu nutzen bedeutete für einen Bauern also nicht, dass es ihm gehörte. Mit der Nutzung waren Abgaben und Arbeiten für den Grundherrn verbunden.

Grundherren waren in der Regel Adlige oder Angehörige der Kirche. Adlige gehörten zu einer gesellschaftlichen Gruppe mit besonderen Rechten. Auch Klöster, also religiöse Gemeinschaften, konnten Grundherren sein. Der Grundherr verwaltete nicht bloß Land. Er übernahm zumeist auch Aufgaben eines Gerichts und entschied über Streitfälle.

In einem einfachen Grundmodell gab es zwei Bereiche: Land, das für den Grundherrn bewirtschaftet wurde, und Hofstellen, auf denen abhängige Bauern für ihren eigenen Bedarf wirtschafteten. Die Bauern mussten daneben auf dem Hof des Grundherrn arbeiten. So waren ihre eigene Versorgung und die Versorgung des Grundherrn miteinander verbunden.

Definition

Grundherrschaft

Ein Grundherr verfügte über Land und übte damit auch Macht über die Bauern aus, die dieses Land bewirtschafteten.

Merke: Landbesitz und Landnutzung sind verschieden: Wer einen Acker bearbeitete, war deshalb noch nicht sein Eigentümer.

Teste dich

MittelWoran erkennst du, dass ein Grundherr mehr als ein Landverwalter war?

Alles auf einen Blick

Grundherrschaft

  • Land und Macht

    Grundherren verfügten über Land und übten Macht über die darauf wirtschaftenden Bauern aus.

  • Pflichten der Bauern

    Sie leisteten Abgaben, meist in Erzeugnissen, und verpflichtende Arbeiten.

  • Pflichten des Grundherrn

    Er sollte Schutz gewähren, bei Not unterstützen und Streit schlichten lassen.

  • Abhängigkeit

    Nicht alle Bauern hatten dieselben Rechte. Hörigkeit und Leibeigenschaft konnten sich überschneiden.

  • Unterschied

    Grundherrschaft betrifft Grundherr und Bauern, Lehnswesen betrifft Lehnsherr und Vasall.

  • Grenzen des Modells

    Die Verhältnisse unterschieden sich nach Ort und Zeit.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Beispieltext, ausgedacht: Unterstützung bei Krankheit einordnen

  1. 1Ein abhängiger Bauer ist krank. Sein Grundherr unterstützt ihn. Aufgabe: Ordne diese Handlung den Pflichten innerhalb der Grundherrschaft zu.
  2. 2Beteiligte bestimmen: Hier handelt der Grundherr gegenüber einem abhängigen Bauern.
  3. 3Pflicht zuordnen: Der Grundherr sollte Bauern bei Krankheit unterstützen. Die Handlung gehört zu seiner Fürsorgepflicht.
  4. 4Grenze beachten: Der ausgedachte Fall zeigt, wie eine Pflicht erfüllt werden konnte. Er beweist nicht, dass jeder Grundherr seine Pflichten erfüllte.

Fehler finden

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Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Teile der Ernte, die Bauern abliefern mussten, zählen zu den . Im Lehnswesen überließen Lehnsherren Land oder Rechte an . Das wachsende Interesse der Grundherren an Bargeld führte seit dem zur Umwandlung von Sachleistungen in Geldzahlungen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Grundherrschaft

LeichtEin Bauer bewirtschaftete im einfachen Grundmodell eine Hofstelle für seinen Bedarf. Was gehörte daneben zu seinen Pflichten?
MittelWas zeigt die Regel, dass Leibeigene zur Heirat die Genehmigung ihres Herrn brauchten?
SchwerWie veränderten sich Abgaben seit dem Spätmittelalter?

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