Zum Inhalt springen

Geschichte · Klasse 7–8 · aktualisiert

Absolutismus einfach erklärt: Macht und Folgen

Du lernst, wie absolutistische Herrscher Macht bündelten, wie Ludwig XIV. sie darstellte und worin sich diese Herrschaft von Demokratie unterscheidet.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Absolutismus einfach erklärt: Macht und Folgen

Kurz gesagt

Absolutismus bezeichnet eine Herrschaftsform des 17. und 18. Jahrhunderts. Ein Monarch, etwa ein König, beanspruchte unbeschränkte Macht. Verwaltung, Heer und Hof stützten ihn; seine tatsächliche Macht hatte aber Grenzen.

Ein König lässt sich als mächtiger Herrscher darstellen. Zeigt das Bild auch, wie viel er tatsächlich bestimmen konnte? Am Beispiel Ludwigs XIV. untersuchst du, wie Macht begründet, ausgeübt und öffentlich gezeigt wurde.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Der Absolutismus war eine Herrschaftsform des 17. und 18. Jahrhunderts. An der Spitze stand ein starker Monarch, also ein einzelner Herrscher wie ein König. Er strebte danach, die Macht bei sich zu bündeln und ohne wesentliche politische Mitentscheidung anderer zu regieren. Frankreich unter Ludwig XIV. in den Jahren 1661–1715 gilt als Hauptbeispiel. Ludwig XIV. übernahm 1661 persönlich die Regierungsgeschäfte.

Dabei wurden politische Rechte der Stände ausgehöhlt. Stände waren gesellschaftliche Gruppen mit unterschiedlichen Rechten, etwa Geistlichkeit, Adel und Bürger. Zur Geistlichkeit gehörten Menschen mit einem religiösen Amt in der Kirche, zum Beispiel Priester. Vertreter der Stände hatten zuvor gegenüber dem Herrscher Rechte ausgeübt, etwa Steuern zu bewilligen, also ihnen zuzustimmen.

Du musst zwischen Anspruch und Wirklichkeit unterscheiden: Unbeschränkte Herrschaft war das Ziel, aber Absolutismus bestand nirgendwo in Reinform. Herrscher mussten auch mit einflussreichen Gruppen zusammenarbeiten und Kompromisse schließen. Der Historiker Nicholas Henshall betont etwa, dass Ludwig XIV. auf mächtige Gruppen und örtliche Einrichtungen angewiesen blieb.

Definition

Absolutismus

Eine Herrschaftsform, bei der ein Monarch unbeschränkte Macht beansprucht und ohne wesentliche politische Mitentscheidung anderer regieren will.

Merke: Ein Anspruch auf unbeschränkte Macht beweist nicht, dass ein Herrscher diesen Anspruch überall durchsetzen konnte.

Teste dich

MittelWas beschreibt den Absolutismus treffend?

Alles auf einen Blick

Absolutismus

  • Machtanspruch

    Absolutistische Monarchen strebten nach unbeschränkter Herrschaft; ihre tatsächliche Macht hatte Grenzen.

  • Herrschaftsstützen

    Gottesgnadentum rechtfertigte den Anspruch; Verwaltung, Heer und Hof halfen bei seiner Durchsetzung.

  • Folgen

    Verwaltung und Heer stärkten die Herrschaft. In Frankreich belasteten das große Heer und die häufigen Kriege Ludwigs XIV. die Staatsfinanzen.

  • Inszenierung

    Herrscherbilder und höfische Auftritte zeigten einen Machtanspruch, bewiesen aber keine grenzenlose Macht.

  • Vergleich

    Aufgeklärter Absolutismus verband Reformen mit monarchischer Entscheidungsmacht. Demokratie beruht auf politischer Mitbestimmung.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Das morgendliche Aufstehen in Versailles deuten

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wie das morgendliche Aufstehen des Königs in Versailles seinen Herrschaftsanspruch sichtbar machte.
  2. 2Beschreibung: Die Schlossarchitektur war auf das Schlafzimmerfenster des Königs ausgerichtet. Sein Aufstehen wurde als feierlicher Staatsakt gestaltet.
  3. 3Deutung: Der König erschien als Mittelpunkt. Sogar sein alltägliches Aufstehen erhielt politische Bedeutung.
  4. 4Grenze benennen: Diese Inszenierung zeigt seinen besonderen Rang und seinen Anspruch. Sie beweist nicht, dass er jede Entscheidung im Land durchsetzen konnte.

Fehler finden

Machten Reformen die Herrschaft demokratisch? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ludwig XIV. übernahm die Regierungsgeschäfte persönlich im Jahr . Das Staatsporträt Ludwigs XIV. aus der Zeit um 1700 stammt von . Friedrich II., ein Vertreter des aufgeklärten Absolutismus, war König von .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Absolutismus

LeichtWie veränderten sich politische Rechte der Stände im Absolutismus?
MittelWie konnte Ludwig XIV. Adlige am Hof an sich binden?
SchwerWarum genügt religiöse Toleranz nicht, um eine Herrschaft als demokratisch einzuordnen?

Weiterlesen in Geschichte