Englisch · Klasse 6–7 · aktualisiert
Will-Future oder Going-to-Future: Unterschied
Entscheide zwischen Will-Future und Going-to-Future: nach Plan, spontanem Entschluss, Versprechen oder aktuellen Anzeichen.
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Kurz gesagt
Für einen bereits gefassten Plan oder eine Prognose mit aktuellen Anzeichen passt oft Going-to-Future. Für einen spontanen Entschluss, ein Versprechen oder eine persönliche Vermutung passt oft Will-Future. „Tomorrow“ allein entscheidet nicht.
Du verwendest going to für einen bereits bestehenden Plan oder für eine Vorhersage mit gegenwärtigen Anzeichen. Will passt meist zu einer spontanen Entscheidung, einem Versprechen oder einer Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen. Auf Zeitwörter wie „tomorrow“ oder „next week“ allein kannst du dich dabei nicht verlassen. Entscheidend ist die Bedeutung der Zukunftsaussage.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Prüfe zuerst die Bedeutung. Bestand der Plan schon vor dem Sprechen? Dann passt meist going to. Deuten gegenwärtige Anzeichen auf ein Ereignis? Auch dann passt going to. Fällt der Entschluss erst beim Sprechen, handelt es sich um ein Versprechen oder um eine Vermutung ohne konkrete aktuelle Anzeichen? Dann passt meist will. Die deutsche Übersetzung „werden“ und eine Zeitangabe allein reichen für die Entscheidung nicht.
Merke: Bestehender Plan oder aktuelle Anzeichen: meist Going-to-Future. Spontaner Entschluss, Versprechen oder persönliche Vermutung: meist Will-Future. Der Zusammenhang entscheidet.
Beispiel: Gleiche Handlung, anderer Entscheidungszeitpunkt
- 1Das Telefon klingelt. Du entscheidest erst jetzt: „I'll answer the phone.“
- 2Du hast schon vorher übernommen, am Abend anzurufen: „I'm going to phone my friend tonight.“
- 3Im ersten Satz fällt der Entschluss gerade; im zweiten bestand die Absicht bereits.
Teste dich
Beim Will-Future steht nach dem Subjekt will + Grundform. „Will“ bleibt bei allen Personen gleich; nach einem Pronomen ist „'ll“ möglich. Für die Verneinung verwendest du „will not“ oder „won't“ und danach die Grundform. Nach „will“ steht kein zusätzliches „to“.
Beim Going-to-Future folgt auf das Subjekt am/is/are + going to + Grundform. „I“ braucht „am“, „he/she/it“ braucht „is“ und „you/we/they“ brauchen „are“. Möglich sind auch „I'm“, „you're“, „he's“, „she's“, „it's“, „we're“ und „they're“. Für eine Verneinung steht „not“ nach der Form von „to be“. Beim Vergleich zählt neben dem Satzbau der Zeitpunkt des Entschlusses: Ein vorher bestehender Plan passt meist zu Going-to-Future, eine spontane Entscheidung oder ein Versprechen meist zu Will-Future.
Definition
Grundform
Die Grundform ist die unveränderte Form des Verbs, zum Beispiel „help“, „call“ oder „go“. Nach will steht kein zusätzliches „to“.
Beispiel: Setze eine schon gefasste Absicht um
- 1Die Absicht: „she – visit – the museum“.
- 2Zu „she“ passt „is“.
- 3Nach „going to“ steht „visit“ in der Grundform.
- 4Ergebnis: „She is going to visit the museum.“
Beispiel: Vorher geplant oder jetzt entschieden?
- 1Die Eintrittskarten sind schon gekauft: „We're going to see a film on Saturday.“
- 2Jemand braucht gerade Hilfe bei der Tür: „I'll hold the door.“
- 3Beide Handlungen liegen in der Zukunft; die erste ist geplant, die zweite entsteht jetzt.
Teste dich
Auch bei Vorhersagen kommt es auf die Grundlage an. Du kannst ohne beobachtete Anzeichen vermuten: „I think the glass will fall.“ Siehst du dagegen, wie das Glas wackelt, stützt ein aktuelles Anzeichen die Vorhersage: „The glass is wobbling. It's going to fall.“ In beiden Sätzen geht es um denselben möglichen Sturz; die Grundlage der Vorhersage unterscheidet sich. Keine der beiden Formen ist für ein bestimmtes Wetterwort oder Ereignis automatisch vorgeschrieben. Wörter wie „tomorrow“, „next week“ und „on Monday“ geben nur den Zeitpunkt an.
Merke: Wörter wie „tomorrow“, „next week“ oder „on Monday“ geben den Zeitpunkt an. Sie sind keine sicheren Signalwörter für eine der beiden Formen.
Teste dich
Beim Will-Future steht „not“ hinter „will“: „I will not wait.“ Die gebräuchliche Kurzform lautet „I won't wait.“ Beim Going-to-Future steht „not“ hinter „am“, „is“ oder „are“: „I am not going to wait.“ und „We are not going to buy tickets this weekend.“
Prüfe danach die Grundform: „will help“ statt „will to help“. Prüfe auch die Form von „to be“: „she is going to“ und „they are going to“. Entscheide die Zukunftsform nicht allein anhand von „tomorrow“ oder „next week“.
Beispiel: Verneine einen vorhandenen Plan
- 1Aussage: „He is going to visit the museum.“
- 2Setze „not“ direkt hinter „is“.
- 3Verneinung: „He is not going to visit the museum.“
Teste dich
Alles auf einen Blick
Will-Future oder Going-to-Future
Bestehender Plan
meist Going-to-Future mit am, is oder are
Aktuelles Anzeichen
Prognose oft mit Going-to-Future
Spontaner Entschluss
meist Will-Future mit Grundform
Vermutung oder Versprechen
häufig Will-Future
Verneinung
will not oder won't; am/is/are not going to
Zeitangabe
nennt einen Zeitpunkt, legt die Form nicht fest
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Entscheide zwischen Plan und spontanem Angebot
- 1Du hast schon gestern zugesagt, am Freitag Stühle aufzustellen.
- 2Die Absicht bestand bereits: „I'm going to set up the chairs on Friday.“
- 3Jemand lässt jetzt eine Kiste fallen und du bietest sofort Hilfe an.
- 4Der Entschluss entsteht jetzt: „I'll pick up the box.“
- 5Die Zeitangabe allein entscheidet in keinem der beiden Sätze.
Fehler finden
Prüfe die zwei Formen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 4Nach „will“ folgt die Grundform ohne „to“: „I will answer it.“ Der Entschluss entsteht beim Klingeln und passt zum Will-Future.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Beim Will-Future steht vor der Grundform. „She“ braucht beim Going-to-Future . Für eine Going-to-Verneinung steht „not“ der Form von „to be“.
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback