Englisch · Klasse 10–13 · aktualisiert
Identity im Englischunterricht verstehen
Was „identity“ bedeutet: Zugehörigkeit, Gender-Begriffe, Stereotype und inklusive Sprache.
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Kurz gesagt
„Identity“ bezeichnet Selbstbild, Gruppenzugehörigkeit oder die eindeutige Zuordnung einer Person. Gender identity betrifft das eigene geschlechtliche Erleben; sexual orientation beschreibt Anziehung zu anderen Menschen.
Identity bedeutet meist persönliche oder soziale Identität: Wer bin ich, wie sehe ich mich und welchen Gruppen fühle ich mich zugehörig? Im Englischunterricht untersuchst du außerdem, wie Sprache, Rollenbilder und andere Menschen Identität beeinflussen. Auf dieser Seite lernst du, wichtige Begriffe zu unterscheiden, stereotype Aussagen zu erkennen und Materialien über Identität begründet zu analysieren.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Im Englischen entspricht identity meist dem deutschen Wort „Identität“. Gemeint sein kann die persönliche Identität, die Zugehörigkeit zu einer Gruppe oder die eindeutige Zuordnung einer Person. Eine Person besitzt nicht nur eine einzige mögliche Zugehörigkeit. Verschiedene Seiten ihrer Identität können gleichzeitig wichtig sein und sich je nach Situation unterschiedlich zeigen. „Identity“ oder „identicalness“? „Identity“ bezeichnet gewöhnlich die Identität einer Person oder Gruppe: „She is trying to find her identity.“ – Sie versucht, ihre Identität zu finden. „The document is proof of his identity.“ – Das Dokument ist ein Nachweis seiner Identität. „Identicalness“ bezeichnet dagegen Übereinstimmung oder Gleichheit. Das Wort passt nicht, wenn du über Selbstbild oder Zugehörigkeit sprichst.
Definition
Personal identity
Die personal identity beschreibt, wie eine Person sich selbst versteht. Dazu können Eigenschaften, Erfahrungen, Überzeugungen, Ziele und Zugehörigkeiten gehören.
Definition
Social identity
Die social identity bezeichnet den Teil des Selbstbildes, der mit Gruppen verbunden ist. Menschen können sich beispielsweise einer Familie, Religion, Nation oder sozialen Gruppe zugehörig fühlen.
Merke: Wenn es um die Frage „Wer bin ich?“ oder „Wer ist diese Person?“ geht, brauchst du meistens identity.
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Die Begriffe beziehen sich auf verschiedene Fragen. Du solltest sie nicht wie Synonyme verwenden. Gender identity beantwortet also die Frage nach dem eigenen geschlechtlichen Erleben. Sexual orientation betrifft dagegen mögliche Anziehung zu anderen Menschen. LGBTQIA+ ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche sexuelle Orientierungen und Gender-Identitäten. Das Pluszeichen steht dafür, dass die Abkürzung nicht jede mögliche Bezeichnung einzeln aufführt. Gender identity: Die gender identity beschreibt, wie eine Person ihr eigenes Geschlecht innerlich erlebt. Genannte Beispiele sind „male“, „female“, „non-binary“, „transgender“ und „genderfluid“. Sexual orientation: Die sexual orientation beschreibt, zu wem sich eine Person hingezogen fühlt. Beispiele sind „lesbian“, „gay“, „bisexual“, „queer“ und „asexual“.
Definition
Sex
Sex bezeichnet biologische Merkmale wie Anatomie, Hormone und Chromosomen. In vereinfachten Darstellungen werden häufig XX und XY genannt. Für eine genaue biologische Einordnung reicht diese knappe Darstellung allein jedoch nicht aus.
Definition
Gender
Gender bezeichnet gesellschaftlich geprägte Rollen, Verhaltensweisen und Erwartungen, die mit Geschlecht verbunden werden. Solche Vorstellungen können sich zwischen Gesellschaften und Personen unterscheiden.
Beispiel: Beispiel im Zusammenhang
- 1Die Aussage „A transgender person must have a particular sexual orientation“ ist falsch.
- 2„Transgender“ bezieht sich auf die Gender-Identität.
- 3Daraus folgt nicht, zu wem sich eine Person hingezogen fühlt.
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Ein Stereotyp ist eine vereinfachende Vorstellung, die Menschen aufgrund einer Gruppenzuordnung bestimmte Eigenschaften zuschreibt. Sie lässt individuelle Unterschiede und den konkreten Kontext außer Acht. Beispiele für stereotype Erwartungen sind: Männer seien immer stark, rational und emotionslos. Frauen seien vor allem emotional und fürsorglich. Männer gehörten in die Rolle des Chefs, Frauen in die Rolle der Sekretärin. Frauen seien in MINT-Fächern weniger kompetent. Solche Aussagen beschreiben nicht zuverlässig einzelne Menschen. Sie können Möglichkeiten einschränken und Druck erzeugen. Auch die Erwartung, Männer müssten immer stark sein, kann Menschen belasten. Prüfe vier Fragen: Wird einer ganzen Gruppe dieselbe Eigenschaft zugeschrieben? Fehlt ein konkreter Beleg? Werden individuelle Unterschiede oder die Situation übergangen? Wird aus einem Einzelbeispiel eine allgemeine Regel gemacht? Inklusive Sprache soll Menschen ansprechen, ohne ein Geschlecht unnötig als Norm zu setzen oder andere Geschlechter auszuschließen. Beispiele: „police officer“ statt einer geschlechtlich festgelegten Berufsbezeichnung; „everyone“ statt „ladies and gentlemen“; singuläres „they/them“, wenn das Geschlecht einer Person unbekannt oder nicht passend mit „he“ oder „she“ bezeichnet ist. Nicht jede inklusive Bezeichnung ist überall unumstritten. Entscheidend ist deshalb, den Kontext zu beachten und respektvoll mit den Selbstbezeichnungen von Menschen umzugehen.
Beispiel: Stereotype Aussage: „Women are not good at science.“
- 1Begrenzte Formulierung: „Some media portray women as less competent in science, but this stereotype does not describe individual ability.“
- 2Die zweite Formulierung benennt, wo das Rollenbild erscheint, und macht deutlich, dass es keine allgemeine Aussage über die Fähigkeiten einzelner Frauen ist.
Merke: Beschreibe zuerst die konkrete Aussage oder Darstellung. Behaupte nicht, eine einzelne Quelle spreche für ein ganzes Land, Geschlecht oder eine ganze Gruppe.
Beispiel: Statt „Every student should bring his book“ kannst du schreiben:
- 1Every student should bring their book.
- 2„Their“ bezieht sich hier auf die einzelne Person „every student“, ohne ihr ein Geschlecht zuzuschreiben.
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Identität kann in einem Song, Roman, Film, Sachtext oder einer Werbung sichtbar werden. Unterscheide dabei Beobachtung, Deutung und Bewertung. Dein Analyseversuch: Untersuche die Aussage „Men must always be strong and hide their emotions.“ Formuliere: (1) den enthaltenen Stereotyp. (2) eine mögliche Wirkung. (3) eine begrenzte, respektvolle Gegenformulierung. Musterlösung: Die Aussage schreibt allen Männern Stärke und Emotionslosigkeit vor. Sie kann Druck erzeugen, Gefühle zu verbergen. Eine passende Gegenformulierung lautet: „Some societies expect men to appear strong, but people of every gender experience and express emotions differently.“ Die Formulierung kennzeichnet die Erwartung als gesellschaftlich geprägt und lässt individuelle Unterschiede zu.
Beispiel: Beispiel im Zusammenhang
- 1Beobachtung: In einer Darstellung übernimmt ein Mann die Chefrolle, während eine Frau als Sekretärin gezeigt wird.
- 2Deutung: Die Rollenverteilung kann ein traditionelles Gender-Stereotyp verstärken.
- 3Begrenzung: Diese Aussage bezieht sich zunächst nur auf die untersuchte Darstellung. Ohne weitere Belege sagt sie nicht, wie alle Medien oder alle Menschen denken.
Beispiel: So gehst du vor
- 1Beobachten: Was sagt, tut oder zeigt das Material konkret?
- 2Begriff wählen: Geht es um persönliche Identität, Gruppenzugehörigkeit, Gender-Identität, sexuelle Orientierung oder ein Rollenbild?
- 3Perspektive bestimmen: Wer spricht oder wird dargestellt? Welche andere Perspektive fehlt möglicherweise?
- 4Deuten: Was könnte die Beobachtung über Identität oder Zugehörigkeit zeigen?
- 5Begrenzen: Für welche Figur, Quelle, Szene oder Situation gilt die Aussage tatsächlich?
- 6Bewerten: Wird Vielfalt sichtbar, ein Stereotyp verstärkt oder ein Stereotyp kritisch hinterfragt?
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Alles auf einen Blick
Identity
Bedeutung
persönliche und soziale Identität
Begriffe
sex und gender unterscheiden
Abgrenzung
gender identity und sexual orientation trennen
Stereotype
Gruppenbilder am Material prüfen und begrenzen
Perspektive
Beobachtung, Deutung und Bewertung trennen
Sprache
inklusive Formulierungen im Kontext wählen
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Eine Werbung begrenzt deuten
- 1In einer erfundenen Werbung trifft nur eine männliche Figur Entscheidungen.
- 2Diese Darstellung kann ein Gender-Stereotyp verstärken.
- 3Eine Werbung zeigt weder die Fähigkeiten aller Menschen noch die Haltung aller Medien.
- 4Beschreibe die Szene und prüfe weitere Darstellungen.
Fehler finden
Eine Figur und ihre Identität analysieren In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 2Die zweite Zeile verwechselt Gender-Identität mit sexueller Orientierung. Richtig: „Über ihre sexuelle Orientierung ist damit noch nichts Sicheres bekannt.“
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
„Identity“ kann das einer Person meinen. „Gender identity“ betrifft das eigene . Aus ihr folgt die sexuelle Orientierung .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback