Chemie · Klasse 5–10 · aktualisiert
Metalle: Eigenschaften, Aufbau und Verwendung
Woran du Metalle erkennst, wie ihr Aufbau aus Atomrümpfen und Elektronengas ihre Eigenschaften erklärt und wie du sie einteilst und verwendest.
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Kurz gesagt
Metalle sind Stoffe wie Kupfer, Eisen und Gold. Sie leiten Strom und Wärme gut, glänzen und lassen sich meist verformen. Im Inneren sitzen positiv geladene Atomrümpfe in einem Gitter. Dazwischen bewegen sich freie Elektronen. Nach der Dichte teilt man Metalle in Leicht- und Schwermetalle ein.
Metalle sind eine Gruppe von Stoffen mit gemeinsamen Eigenschaften: Sie leiten Strom und Wärme, glänzen und lassen sich meist verformen. Ein einfaches Teilchenmodell, das Elektronengasmodell, erklärt diese Eigenschaften. Danach sitzen im Metall winzige, positiv geladene Teilchen in festen Reihen, die Atomrümpfe. Zwischen ihnen bewegen sich noch kleinere Teilchen frei hin und her, die Elektronen.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Ein Kupferdraht leitet Strom. Ein Metalllöffel wird in heißem Tee schnell warm. Alufolie lässt sich leicht formen. Hinter diesen Beobachtungen stehen vier typische Eigenschaften von Metallen. Die Tabelle zeigt sie.
Ein Element ist ein Grundstoff. Man kann ihn chemisch nicht in andere Stoffe zerlegen. Alle Elemente stehen in einer großen Tabelle, dem Periodensystem. Etwa 80 Prozent dieser Elemente sind Metalle. Beispiele sind Aluminium, Eisen, Kupfer, Silber und Gold.
Definition
Metall
Ein Metall ist ein Element aus einer Stoffgruppe mit typischem Aufbau. Metalle leiten meist Strom und Wärme, glänzen und lassen sich verformen. Das sind Gemeinsamkeiten. Nicht jedes Metall zeigt sie gleich stark.
| Eigenschaft | Was du beobachtest |
|---|---|
| elektrische Leitfähigkeit | Strom kann durch das Metall fließen, zum Beispiel durch einen Kupferdraht. |
| Wärmeleitfähigkeit | Wärme breitet sich im Metall schnell aus. |
| metallischer Glanz | Die Oberfläche wirft viel Licht zurück. |
| Verformbarkeit | Das Metall lässt sich biegen, hämmern oder zu Draht ziehen, ohne gleich zu zerbrechen. |
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Alle Stoffe bestehen aus winzigen Teilchen. Ein Atom ist das kleinste Teilchen eines Elements. In einem festen Metall liegen sehr viele Atome ordentlich in Reihen und Schichten.
Jedes Metallatom gibt einige seiner äußeren Elektronen ab. Elektronen sind noch viel kleinere Teilchen. Sie tragen eine negative Ladung, also eine Minusladung. Im Metall gehören diese Elektronen nicht mehr zu einem bestimmten Atom. Sie bewegen sich frei zwischen allen Atomen. Fachleute nennen sie auch delokalisierte Elektronen. Zusammen heißen sie Elektronengas, weil sie sich ähnlich frei bewegen wie die Teilchen eines Gases.
Zurück bleiben positiv geladene Teilchen, die Atomrümpfe. Ein Atomrumpf ist der Rest des Atoms: der Atomkern, also die winzige Mitte des Atoms, mit den inneren, fest gebundenen Elektronen. Die Atomrümpfe bilden das Metallgitter. Sie bleiben an ihren Plätzen und zittern dort nur hin und her. Plus und Minus ziehen sich an. Diese Anziehung hält das Metall zusammen. Nach außen ist das Metall insgesamt nicht geladen.
Strom: In einem geschlossenen Stromkreis mit einer Batterie wandern die freien Elektronen gemeinsam in eine Richtung, zum Pluspol. Weil bewegliche geladene Teilchen da sind, fließt Strom durch das Metall.
Wärme: Wird ein Metall an einer Stelle heiß, zittern die Atomrümpfe dort stärker. Sie geben diese Bewegung an die freien Elektronen weiter. Die Elektronen tragen sie durch das Gitter zu anderen Atomrümpfen. Deshalb wird auch das obere Ende eines Metalllöffels im heißen Tee warm.
Glanz: Licht fällt auf eine glatte Metallfläche. Die freien Elektronen geben einen großen Teil davon wieder ab. Die Fläche wirft das Licht zurück und glänzt oder spiegelt.
Verformen: Beim Biegen oder Hämmern rutschen Schichten der Atomrümpfe aneinander vorbei. Das Elektronengas bleibt zwischen ihnen. Es hält das veränderte Gitter weiter zusammen. Deshalb bricht ein Metall meist nicht gleich.
Vertiefung – Was geschieht beim Erhitzen? Wird ein Metall wie Kupfer heißer, zittern die Atomrümpfe stärker. Sie stehen den wandernden Elektronen öfter im Weg. Darum leitet ein heißes Metall Strom schlechter. Mehr Teilchenbewegung bedeutet hier also keine bessere Stromleitung.
Definition
Metallbindung
Die Metallbindung ist die Anziehung zwischen den positiven Atomrümpfen und den negativen, frei beweglichen Elektronen. Sie hält das Metallgitter zusammen.
Merke: Positive Atomrümpfe bilden das Gitter. Bewegliche Elektronen befinden sich dazwischen. Ihre gegenseitige Anziehung hält das Metall zusammen.
Beispiel: Warum eignet sich Kupfer für Stromkabel?
- 1Ein Kabel soll elektrischen Strom leiten.
- 2Dafür braucht es bewegliche geladene Teilchen.
- 3Kupfer enthält freie Elektronen. Im geschlossenen Stromkreis wandern sie gemeinsam in eine Richtung.
- 4Kupfer lässt sich außerdem gut verformen und zu langen Drähten ziehen.
- 5Ergebnis: Kupfer eignet sich für Stromkabel, weil es Strom leitet und sich zu Draht verarbeiten lässt.
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Metalle lassen sich nach verschiedenen Merkmalen ordnen. Du musst immer sagen, nach welchem Merkmal du ordnest.
Nach der Dichte: Die Dichte sagt, wie viel Masse in einem bestimmten Raum steckt. Stell dir einen Würfel des Stoffes mit 1 Zentimeter Kantenlänge vor. Die Dichte sagt, wie viel Gramm er wiegt. Leichtmetalle haben eine Dichte unter 5 Gramm pro Kubikzentimeter. Aluminium mit 2,7 Gramm pro Kubikzentimeter gehört dazu. Schwermetalle haben eine Dichte von mindestens 5 Gramm pro Kubikzentimeter. Silber mit 10,5 und Gold mit 19,32 Gramm pro Kubikzentimeter gehören dazu. Das Wort „Schwermetall“ beschreibt in dieser Einteilung nur die Dichte. Es sagt hier nichts darüber, ob ein Metall giftig ist oder wie leicht es reagiert.
Nach der Reaktion mit Sauerstoff: Unedle Metalle reagieren vergleichsweise leicht, zum Beispiel mit dem Sauerstoff der Luft. Dabei entsteht ein neuer Stoff, ein Metalloxid. Allgemein gilt: Metall + Sauerstoff → Metalloxid. Edle Metalle wie Gold reagieren nur wenig mit Sauerstoff. Die genaue Reihenfolge vieler Metalle lernst du später in einer Redoxreihe kennen. Aus der Dichte kannst du sie nicht ablesen.
Reines Metall oder Legierung? Eine Legierung ist nicht dasselbe wie ein einzelnes Metall. Man stellt sie her, um Eigenschaften eines Werkstoffs gezielt zu verändern. Reines Silber und reines Gold sind zum Beispiel für viele Schmuckstücke zu weich. Sie werden deshalb oft als Legierung verarbeitet.
Definition
Legierung
Eine Legierung ist ein metallischer Werkstoff, also ein Material für Gegenstände, aus mindestens zwei Elementen. Mindestens eines davon ist ein Metall. Sterlingsilber für Schmuck ist zum Beispiel eine Legierung aus Silber und etwas Kupfer. Das Kupfer macht es härter.
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Für eine Aufgabe wählt man ein Metall, dessen Eigenschaften zu dieser Aufgabe passen. Die Tabelle zeigt Beispiele.
Eine typische Metalleigenschaft reicht nicht immer als einziger Grund für die Wahl. Für ein echtes Bauteil zählen oft noch mehr Dinge. Wichtig können die Stabilität und der Schutz vor Rost und anderen Schäden sein. Auch die Schmelztemperatur und die Eigenschaften einer Legierung spielen eine Rolle.
| Anwendung | Beispiel | wichtige Eigenschaft |
|---|---|---|
| Stromkabel | Kupfer | elektrische Leitfähigkeit und Verformbarkeit |
| Kochtopf | verschiedene Metalle | Wärmeleitfähigkeit |
| Flugzeugbau | Aluminium | geringe Dichte |
| Aluminiumfolie | Aluminium | geringe Dichte und Verformbarkeit |
| Schmuck | Gold- oder Silberlegierungen, Messing | Glanz und Formbarkeit |
| Möbel und Bauteile | Stahl, Aluminium | Robustheit oder geringes Gewicht |
Beispiel: Aluminium oder Gold für ein leichtes Flugzeugbauteil?
- 1Aluminium hat eine Dichte von 2,7 Gramm pro Kubikzentimeter.
- 2Gold hat eine Dichte von 19,32 Gramm pro Kubikzentimeter.
- 3Bei gleich großen Bauteilen hat Aluminium deshalb viel weniger Masse.
- 4Für ein leichtes Bauteil ist Aluminium von diesen beiden Metallen die passendere Wahl.
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Alles auf einen Blick
Metall
Eigenschaften
Strom leiten, Wärme leiten, Glanz, Verformbarkeit
Aufbau
positive Atomrümpfe im Metallgitter, dazwischen frei bewegliche Elektronen als Elektronengas
Zusammenhalt
Anziehung zwischen Atomrümpfen und Elektronengas, die Metallbindung
Einteilung
Leicht- und Schwermetalle nach der Dichte, edle und unedle Metalle nach der Reaktion mit Sauerstoff
Verwendung
Kupfer für Stromkabel, Aluminium für leichte Bauteile, Legierungen für angepasste Eigenschaften
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Magnesium und Kupfer nach zwei Merkmalen einteilen
- 1Gegeben: Magnesium hat eine Dichte von etwa 1,7 Gramm pro Kubikzentimeter, Kupfer von etwa 9,0 Gramm pro Kubikzentimeter.
- 2Merkmal Dichte: 1,7 liegt unter der Grenze 5. Magnesium ist ein Leichtmetall.
- 39,0 liegt über der Grenze 5. Kupfer ist ein Schwermetall.
- 4Merkmal Reaktion mit Sauerstoff: Magnesium reagiert viel leichter mit Sauerstoff als Kupfer. Magnesium ist also unedler als Kupfer.
- 5Ergebnis: Jede Einteilung hat ihr eigenes Merkmal. Nenne es bei deiner Antwort immer mit.
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Ist Zink ein Leicht- oder ein Schwermetall? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 4Die Reaktion mit Sauerstoff sagt nichts über leicht oder schwer. Entscheidend ist die Dichte: 7,1 liegt über 5, also ist Zink ein Schwermetall.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Metalle leiten Strom, weil sich ihre frei bewegen können. Aluminium hat eine Dichte von 2,7 Gramm pro Kubikzentimeter und ist daher ein . Ein Werkstoff aus Silber und Kupfer ist .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
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