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Biologie · Klasse 8–10 · aktualisiert

Angeborenes und erlerntes Verhalten erklärt

Du lernst, angeborene und erlernte Anteile zu erkennen und vorschnelle Schlüsse über Verhalten zu vermeiden.

0 von 11 Aufgaben gelöst

Angeborenes und erlerntes Verhalten erklärt

Kurz gesagt

Angeborenes Verhalten beruht auf genetischen Voraussetzungen; erlerntes Verhalten verändert sich durch Erfahrung. Ein Reflex braucht keine Übung. Bei der Prägung verbindet sich eine angeborene Bereitschaft mit frühem Lernen.

Wenn ein Tier auf einen Reiz reagiert, können Anlage, Erfahrung und die aktuelle Situation beteiligt sein. Beschreibe zuerst genau, was du siehst. Dann prüfe mögliche Erklärungen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Ein Hund sieht einen Hasen und läuft los. Beobachten kannst du, dass er den Kopf aufrichtet und dem Hasen folgt. Ob eine angeborene Jagdbereitschaft beteiligt ist, bleibt zunächst eine Deutung. Dafür brauchst du weitere Beobachtungen.

Angeborene Verhaltensweisen beruhen auf genetischen Voraussetzungen und brauchen für ihre grundlegende Form keine individuelle Übung. Erlernte Verhaltensweisen verändern sich durch Erfahrungen. Ein Reflex ist eine angeborene Reaktion auf einen bestimmten Reiz. Die Saugbewegung eines Säuglings steht schon kurz nach der Geburt zur Verfügung.

Die beiden Anteile greifen oft ineinander: Eine genetische Voraussetzung kann Lernen ermöglichen. Erfahrung und Situation beeinflussen dann, wann und wie ein Lebewesen handelt.

Definition

Verhalten

Verhalten umfasst Handlungen und Reaktionen eines Lebewesens auf innere oder äußere Reize. Sichtbare Abläufe kannst du beschreiben; ihre Ursachen musst du prüfen.

Merke: Beschreibe zuerst das sichtbare Geschehen. Stelle danach eine überprüfbare Frage nach seiner Ursache.

Beispiel: Folgen nach dem Schlüpfen

  1. 1Ein Gänseküken besitzt eine angeborene Bereitschaft, einem geeigneten bewegten Objekt zu folgen.
  2. 2Welchem konkreten Objekt es folgt, wird während einer frühen Entwicklungsphase gelernt.
  3. 3Die Bereitschaft ist angeboren; das Bezugsobjekt wird erworben.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt nur eine Beobachtung?
MittelEin Verhalten tritt ohne erkennbare Übung auf. Was lässt sich daraus zunächst folgern?

Alles auf einen Blick

Angeborenes und erlerntes Verhalten

  • Angeborene Anteile

    genetische Voraussetzungen, Reflex, Reifung

  • Erlernte Anteile

    Erfahrung, Nachahmung, Versuch und Irrtum

  • Konditionierung

    Reizkopplung oder Folgen einer Handlung

  • Prägung

    angeborene Bereitschaft und Lernen in sensibler Phase

  • Untersuchung

    Beobachtung beschreiben und Erklärungen vergleichen

  • Ergebnis

    Anlage, Entwicklung, Umwelt und Situation wirken häufig zusammen

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Wie ordnest du Gehenlernen ein?

  1. 1Ein Kind macht seine ersten Schritte, wenn sein Körper dafür weit genug entwickelt ist.
  2. 2Durch wiederholtes Gehen wird es sicherer und passt Schritte an Hindernisse an.
  3. 3Die Fähigkeit braucht körperliche Reifung; die Ausführung verändert sich durch Übung.
  4. 4Deshalb wirken angelegte Voraussetzungen und individuelle Erfahrung zusammen.

Fehler finden

Was zeigt spätes Auftreten bei einem Vogel? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Ein braucht für seine Grundform keine Übung. Durch kann eine angelegte Fähigkeit erst später auftreten. Bei der Konditionierung verändern Folgen einer Handlung ihr späteres Auftreten.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Angeborenes und erlerntes Verhalten

LeichtWorin unterscheiden sich angeborene und erlernte Anteile?
MittelEin Küken folgt nach dem Schlüpfen einem bewegten Objekt. Wie heißt das Lernen des Bezugsobjekts?
SchwerEin Tier findet nach mehreren Versuchen den Zugang zu Futter und nutzt ihn später schneller. Was zeigt das?

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