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Werner Kolhörster
1929 entwickelte er zusammen mit Walther Bothe die Koinzidenzmethode. Im Jahr 1940 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1970 wurde der Mondkrater …
Werner Kolhörster
Werner Kolhörster (* 28. Dezember 1887 in Schwiebus, heute Świebodzin; † 5. August 1946 in München) war ein deutscher Physiker. Er ist vor allem für seine Arbeiten zur kosmischen Strahlung wichtig, also zu energiereicher Strahlung aus dem Weltall.
Kolhörster bestätigte 1913 die Existenz der kosmischen Strahlung, die Victor Franz Hess 1912 entdeckt hatte. 1928 wies er nach, dass kosmische Strahlung Teilchencharakter hat. Das bedeutet, dass sie nicht nur als Welle oder Strahlung beschrieben wird, sondern mit Teilchen verbunden ist.
1929 entwickelte Kolhörster zusammen mit Walther Bothe die Koinzidenzmethode. Diese Methode dient dazu, zusammengehörige Messereignisse gleichzeitig oder in engem zeitlichem Zusammenhang zu registrieren. Ab 1935 war Kolhörster Professor in Berlin und leitete dort das von ihm gegründete Institut für Höhenstrahlungsforschung.
1940 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt. 1970 wurde der Mondkrater Kolhörster nach ihm benannt.