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Wenn die Sonne nicht wiederkäme

Wenn die Sonne nicht wiederkäme (Originaltitel: Si le soleil ne revenait pas) ist ein schweizerisch-französischer Spielfilm von Claude Goretta aus dem Jahr …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Grunddaten
  2. 2. Handlung
  3. 3. Kritische Einordnung

Einordnung und Grunddaten

Wenn die Sonne nicht wiederkäme (Originaltitel: Si le soleil ne revenait pas) ist ein schweizerisch-französischer Spielfilm von Claude Goretta aus dem Jahr 1987. Der 112 Minuten lange, französischsprachige Film basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schweizer Schriftstellers Charles Ferdinand Ramuz. Die Handlung verbindet eine Weltuntergangsprophezeiung mit der Frage, wie Menschen auf Angst, Hoffnungslosigkeit und Ungewissheit reagieren.

Handlung

Der alte Anzevui, ein Kräuterkundiger und Weiser, lebt in einem abgelegenen Bergdorf hoch über der Rhone am Ende eines Tales. In diesem Tal scheint während sechs Wintermonaten kein Sonnenstrahl. Eines Tages liest Anzevui in alten Büchern und berechnet, dass die Sonne ab dem 13. April 1937 nicht mehr wiederkommen werde. Er sagt außerdem einen ewigen Winter und den Ausbruch eines Krieges voraus.

In diesem Jahr scheint die Wirklichkeit seine Weissagung zu bestätigen: Eine undurchdringliche Nebelwand liegt Tag und Nacht über dem Felskessel, und das Tageslicht scheint verschwunden. Die angesehenen Worte des Kräuterkundigen lösen unter den Dorfbewohnern Lebens- und Todesangst aus. Viele reagieren mit Vorbereitung oder Verzweiflung. Einige stapeln Holz bis in ihre Schlafzimmer, ein altes Liebespaar erwartet demütig den Tod, und Arlettaz verkauft seinen gesamten Besitz und ertränkt seinen Kummer im Alkohol. Der opportunistische Follonier nutzt die Lage aus und kauft die letzten Felder zum halben Preis. Die Angst erfasst nach und nach alle Bewohner.

Isabelle, deren Mann kein Kind in diese Welt setzen will, und Jean, ihr heimlicher junger Verehrer, widersetzen sich der Panik. Sie überzeugen auch die Unentschlossenen, sich nicht von der Angst mitreißen zu lassen und gegen Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung anzukämpfen. Am 13. April führt Isabelle die Menschen durch die Nebeldecke hinauf. Im Morgengrauen erscheint die Sonne. Jean kündigt die Rückkehr von Licht und Wärme an, indem er in das Hirtenhorn bläst.

Kritische Einordnung

Die Kritiken beschreiben den Film als düsteres Heimatdrama beziehungsweise als mystifizierte Fassung eines bodenständigen Heimatfilms. Hervorgehoben werden die wunderschönen Bilder und grandiosen Gebirgspanoramen der Schweizer Bergwelt. Inhaltlich wird der Verzweiflung der Dorfbewohner der unbeirrbare Glaube an den Fortbestand des Lebens entgegengesetzt. Die Verfilmung des wuchtigen Romans wird als trotz gewisser Abstriche noch recht eindrucksvoll bewertet.

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