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Weisse Rose Institut

Das Weisse Rose Institut e.V. ist ein Verein mit Sitz in München, der zur Erforschung und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der Weißen Rose …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ziele und Arbeit

Überblick

Das Weisse Rose Institut e.V. ist ein Verein mit Sitz in München. Sein Zweck ist es, zur Erforschung und wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte der Weißen Rose beizutragen. Die Weiße Rose war eine studentische Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus.

Der Verein verwendet die authentische Schreibweise „Weisse Rose“, wie sie auf den Flugblättern der Gruppe stand. Er wurde am 28. Mai 2003 in München gegründet. Zu den Gründern gehörten Angehörige der Familien Huber, Probst, Schmorell, Schultze-Jahn und Furtwängler sowie der Historiker Michael Kaufmann. Kaufmann hatte bis 2002 die von der Weiße Rose Stiftung organisierte Dauerausstellung „DenkStätte Weisse Rose“ in der Ludwig-Maximilians-Universität München geleitet.

Ziele und Arbeit

Bei der Gründung stand das Ziel im Mittelpunkt, Probleme in der Erinnerung und Forschung zur Weißen Rose anzugehen. Nach Angaben von Michael Kaufmann in der Süddeutschen Zeitung 2003 waren viele Quellen und Dokumente zur Geschichte der Weißen Rose noch nicht erschlossen, zersplittert archiviert und unzureichend aufgearbeitet. Außerdem sei die Erinnerung an den Widerstand der Weißen Rose von Legenden und tendenziöser Inanspruchnahme überlagert.

Das Institut will das Vermächtnis der studentischen Widerstandsgruppe weiter aufarbeiten und eine Gesamtwürdigung ihres Widerstandes erreichen. Dazu soll ein interdisziplinäres Forschungs-, Bildungs- und Dokumentationszentrum entstehen. „Interdisziplinär“ bedeutet hier, dass verschiedene wissenschaftliche Fachrichtungen zusammenarbeiten.

Eine wichtige Grundlage ist das „Weisse Rose Archiv“, das seit dem 30. März 2007 aufgebaut wird. Es ist ein zentrales Spezialarchiv in Kooperation mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv. Das Archiv umfasst Nachlässe, Sammlungen und Originalbücher aus dem Besitz des Freundeskreises der Widerstandsgruppe. Diese Bücher beeinflussten die politische Philosophie der Gruppe und auch die Texte ihrer Flugblätter.

Der Verein engagiert sich außerdem für die Wahrung von Urheber- und Bildrechten der Angehörigen und Hinterbliebenen der Familien der Widerstandsgruppe. Zudem fördert oder organisiert das Institut zahlreiche Buchveröffentlichungen und Gedenkveranstaltungen.

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