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Verwitterungsrinden

Verwitterungsrinden sind dünne Krusten von Mineralen, die sich an freien, der Verwitterung ausgesetzten Flächen eines Gesteins oder an Klüften bilden können.

Überblick

Verwitterungsrinden sind dünne Krusten aus Mineralen, die sich auf freien, der Verwitterung ausgesetzten Gesteinsflächen oder an Klüften bilden können. Sie bestehen meistens aus Eisenoxiden, Braunstein, Gips oder Karbonat. Wichtig sind sie, weil sie die Oberfläche eines Gesteins verändern und zugleich zeigen, wie Wasser gelöste Stoffe im Gestein transportiert und wieder ablagert.

Ihre Entstehung wird auf Sickerwasser zurückgeführt: Dieses Wasser transportiert gelöstes Eisen, Mangan und andere Stoffe durch das Gestein. Wenn das Wasser an der Gesteinsoberfläche verdunstet, scheiden sich die gelösten Minerale ab. So entsteht eine oft sehr harte Kruste, die nur wenige Millimeter dick ist. Der Stofftransport durch Sickerwasser kann das ursprüngliche Gestein entfestigen und teilweise auflösen.

Wenn die Kruste stellenweise zerstört wird, kann das darunterliegende Gestein durch Wind, Wasser und Eis ausgeräumt werden. Dadurch können Tafoni entstehen, also hohlraumartige Verwitterungsformen im Gestein. Ihre Formen können sehr unterschiedlich sein; häufig sind kugelige oder ellipsoide Formen.

Verwitterungskrusten kommen nicht nur an natürlichen Gesteinsflächen vor, sondern entstehen auch an Bauwerken. Dort sind sie besonders wichtig für die Restaurierung, weil stark angegriffene Bauwerke durch solche Krusten und die damit verbundenen Verwitterungsprozesse schwer zu erhalten sein können.

Lernvideos zu Verwitterungsrinden

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