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Uri C. Weiser

Uri C. Weiser (* 1945 in Tel Aviv) ist ein israelischer Computeringenieur. Er gilt als Vater der Pentium-Architektur bei Intel.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Werdegang
  3. 3. Technische Beiträge und spätere Tätigkeit
  4. 4. Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Person und Bedeutung

Uri C. Weiser (* 1945 in Tel Aviv) ist ein israelischer Computeringenieur. Er gilt als Vater der Pentium-Architektur bei Intel. Seine Bedeutung beruht vor allem darauf, dass er Intel Ende der 1980er Jahre davon überzeugte, die bis dahin verwendete CISC-Architektur der X86-Prozessoren weiterzuführen. Statt zu der damals als zukunftsweisend geltenden RISC-Architektur zu wechseln, sollte Intel die bestehende Architektur durch technische Neuerungen verbessern. Dazu gehörten insbesondere superskalare Architektur und Sprungvorhersage (Branch Prediction). Diese Entscheidungen bildeten die Grundlage für den Anfang der 1990er Jahre entwickelten Pentium.

Ausbildung und beruflicher Werdegang

Weiser studierte Elektrotechnik am Technion. Dort erwarb er 1970 den Bachelor- und 1975 den Master-Abschluss. Seine Diplomarbeit trug den Titel „A logarithmic preamplifier for Laser-signal detection“. 1981 wurde er an der University of Utah bei Alan L. Davis in Informatik promoviert. Seine Dissertation hieß „Mathematical and graphical tools for the creation of computational arrays“.

Von 1970 bis 1984 arbeitete Weiser in Israel als Systemingenieur für das israelische Verteidigungsministerium in Haifa. Danach leitete er am National Semiconductor Design Center in Herzlia die Entwicklung des Mikroprozessors NS32532.

Von 1988 bis 2006 war Weiser bei Intel tätig. Zunächst war er Manager der Microprocessor Architecture Group in Haifa. Später übernahm er verschiedene Leitungsaufgaben in Kalifornien, Texas und Israel. 1991/92 war er Direktor des Platform Architecture Center in Santa Clara. In Israel war er in seinen Anfangsjahren sowie von 1993 bis 1998 als Direktor für Computerarchitektur und Planung am VLSI Design Center von Intel Israel tätig. 1999/2000 war er Ko-Leiter des neuen Design Centers von Intel in Austin (Texas) und leitete dort die Forschung für Advanced Media Applications. Ende der 1990er Jahre leitete er das Israel Development Center von Intel. Von 2001 bis 2006 war er Direktor des Streaming Media Architecture Laboratory.

Technische Beiträge und spätere Tätigkeit

Nach der Entwicklung der Pentium-Grundlagen leitete Weiser bei Intel die Entwicklung der MMX-Technologie für Multimediaanwendungen. Außerdem ist er Ko-Erfinder des Trace Cache, einer Technik zur Speicherung und Wiederverwendung von Prozessorbefehlen beziehungsweise Befehlsfolgen.

Weiser gilt als führender Experte für asymmetrische und heterogene Mehrkernprozessor-Architekturen. Bei asymmetrischen Mehrkernprozessoren sind die Rechenkerne nicht zwingend gleich aufgebaut; heterogene Architekturen verbinden unterschiedlich ausgelegte Kerne. Nach seiner Zeit bei Intel war er in Israel an mehreren Start-ups beteiligt.

Von 1982 bis 2006 war Weiser Adjunct Associate Professor am Technion, an dem er inzwischen emeritiert ist. Heute ist er dort Gastprofessor.

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

Für das Jahr 2016 erhielt Uri C. Weiser den Eckert-Mauchly Award. Er ist Fellow der IEEE, der Association for Computing Machinery (ACM) und Intel-Fellow seit 1996.

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