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Tritonus (Band)
Tritonus war eine deutsche Progressive-Rock-Band zwischen 1972 und 1978, die hauptsächlich durch ihre an Emerson, Lake and Palmer erinnernde Musik bekannt wurde …
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Profil und Bedeutung
Tritonus war eine deutsche Progressive-Rock- und Krautrock-Band. Sie bestand von 1972 bis 1978 und wurde vor allem durch eine Musik bekannt, die an Emerson, Lake and Palmer erinnerte. Ziel der Band war es, orchestrale und konzertante Rockmusik zu entwickeln.
Zur letzten Besetzung gehörten Rolf-Dieter Schnapka ab 1977 an Gesang und Bass, Bernhard Schuh ab 1976 am Schlagzeug sowie Peter K. Seiler am Keyboard. Frühere Mitglieder waren der Schlagzeuger Charlie Jöst (1972–1976) und der Sänger und Bassist Ronald Brand (1972–1977).
Entwicklung der Band
Die ersten Stücke entstanden auf Grundlage von Werken des Komponisten Jean Sibelius. Die erste eigene Single The Way of Spending Time erschien im Eigenverlag. Sie erregte Aufmerksamkeit, brachte der Band aber keinen großen wirtschaftlichen Erfolg. Tritonus wurde daraufhin zu Fernsehauftritten und Talentwettbewerben eingeladen.
Nach einer ersten Tournee 1974 nahm die Band ihr erstes Album im Mannheimer Studio Gareis auf eigene Kosten auf. Dadurch erhielt sie schließlich einen Plattenvertrag beim BASF-Label. Im April 1975 erschien laut Fließtext das Album Between the Universes; die Diskografie nennt dafür dagegen das Jahr 1976. Danach folgten eine weitere Tournee und zahlreiche Auftritte.
Between the Universes wurde mit Bernhard Schuh am Schlagzeug eingespielt. Schuh hatte das Gründungsmitglied Charlie Jöst ersetzt, weil Jöst mehr Zeit für die Vorbereitung auf das Abitur benötigte, das er am Speyerkolleg im Zweiten Bildungsweg anstrebte. Auf diesem Album trat Peter Seilers Moog-Synthesizer stärker hervor. Das höhere Produktionsbudget ermöglichte außerdem die Mitwirkung eines Chors und des in Heidelberg lebenden Geff Harrison, eines ehemaligen Mitglieds von Kin Ping Meh.
Die sphärenhaften Klänge und die Texte über Fliegen und Gleiten, etwa in Far in the Sky und Gliding, standen damit in Verbindung, dass Charlie Jöst und Ronald „Fips“ Brand aktive Segelflieger beim Luftsportverein Weinheim waren.
Nach einer dritten Tournee sollte ein weiteres Album entstehen. Vor Beginn der Aufnahmen löste sich die Band jedoch nach einer letzten Single auf. Peter K. Seiler war nach einem längeren Aufenthalt in den USA ab 1986 wieder als Instrumentalmusiker beim IC-Label tätig. Später produzierte und komponierte er unter dem Namen Triple Music in Mannheim. Charlie Jöst wurde Fernsehproduzent und war von 1996 bis 2022 Vorsitzender des Deutschen Hängegleiterverbands. Über Ronald Brand, den einzigen studierten Musiker des Trios, ist kein weiterer Verbleib bekannt.
Veröffentlichungen
Die Diskografie von Tritonus umfasst:
- 1973: The Way of Spending Time, Single
- 1975: Tritonus, LP
- 1976: Between the Universes, LP
- 1977: The Trojan Horse Race, Single
- 2015: Far in the Sky – Live at Stagge's Hotel 1977, CD