Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Sybille Bauriedl
... Ressourcenkonflikte ... In der Lehre vertritt sie die Fachschwerpunkte Stadtgeographie, politische Ökologie, Entwicklungsgeographie, feministische Geographie und …
Inhalt2 Abschnitte
Person und beruflicher Werdegang
Sybille Bauriedl (* 1967) ist eine deutsche Geographin. 2005 promovierte sie am Fachbereich Geowissenschaften der Universität Hamburg zur Dr. rer. nat. Von 2008 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet politikwissenschaftliche Umweltforschung der Universität Kassel. Seit 2018 ist sie Professorin für Integrative Geographie an der Europa-Universität Flensburg.
Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen lokale Umweltgerechtigkeit, globale Gerechtigkeit, nachhaltige Entwicklung, globale Ressourcenkonflikte und Geschlechtergerechtigkeit. In der Lehre behandelt sie Stadtgeographie, politische Ökologie, Entwicklungsgeographie, feministische Geographie und Bildung für Nachhaltigkeit. Zu den Themen ihrer Publikationen gehören die Energiewende und die Klimadebatte, Smart Cities sowie das Verhältnis von Geographie und deutschem Kolonialismus.
Ausgewählte Schriften und Themen
Bauriedls Schriften befassen sich mit nachhaltiger Entwicklung, Stadtentwicklung, politischen Machtverhältnissen, Geschlechterverhältnissen, Digitalisierung und sozialökologischen Veränderungen. Zu ihren frühen Veröffentlichungen gehören „Konstruktionen des Orients in Deutschland“ (Berlin 1996) und, gemeinsam mit Matthias Winkler, „Typisierung europäischer Regionen auf ihrem Weg zu nachhaltiger Entwicklung“ (Hamburg 2004).
Mit nachhaltiger Stadtentwicklung beschäftigt sich „Spielräume nachhaltiger Entwicklung. Die Macht stadtentwicklungspolitischer Diskurse“ (München 2007). Ebenfalls 2007 erschien der Beitrag „Räume lesen lernen: Methodeneinsatz für eine Diskursanalyse räumlicher Differenzierung“. Gemeinsam mit Christa Wichterich veröffentlichte Bauriedl 2014 „Ökonomisierung von Natur, Raum, Körper. Feministische Perspektiven auf sozialökologische Transformationen“.
Weitere Arbeiten behandeln politische Ökologie, also Machtverhältnisse in Gesellschaft-Umwelt-Beziehungen, sowie die Energiewende. Dazu gehören der Beitrag „Politische Ökologie: Machtverhältnisse in Gesellschaft/Umwelt-Beziehungen“ (2016), das „Wörterbuch Klimadebatte“ (2016) und „Dezentrale Energiewende zwischen kooperativer und hierarchischer Steuerung“ (2016). Mit Anke Strüver veröffentlichte sie Arbeiten zu Smart Cities, darunter „Smarte Städte. Digitalisierte urbane Infrastrukturen und ihre Subjekte als Themenfeld kritischer Stadtforschung“ (2017) und den herausgegebenen Band „Smart City – Kritische Perspektiven auf die Digitalisierung in Städten“ (Bielefeld 2018).
Weitere ausgewählte Veröffentlichungen sind „Verkörperte Räume – Verräumte Körper“ (2000), gemeinsam mit Katharina Fleischmann, Anke Strüver und Claudia Wucherpfennig, „Post-Fordist Transformation, the Sustainability Concept and Society-Nature-Relations. A case study of the Hamburg region“ (2002), gemeinsam mit Markus Wissen, sowie „Stadtzukünfte denken. Nachhaltigkeit in europäischen Stadtregionen“ (München 2008), herausgegeben mit Delia Schindler und Matthias Winkler. 2019 gab sie außerdem das Themenheft „Deutscher Kolonialismus“ der Geographischen Rundschau 71(5) heraus.