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Susanne Bögeholz

Susanne Bögeholz (* 1966 in Detmold) ist eine deutsche Fachdidaktikerin (Biologie) und Professorin der Georg-August-Universität Göttingen.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Person und beruflicher Werdegang
  2. 2. Universitäre Aufgaben und Forschungsgremien
  3. 3. Auszeichnung und Veröffentlichungen

Person und beruflicher Werdegang

Susanne Bögeholz (* 1966 in Detmold) ist eine deutsche Fachdidaktikerin für Biologie. Fachdidaktik untersucht, wie ein Fach wirksam gelehrt und gelernt werden kann. Sie ist Professorin an der Georg-August-Universität Göttingen und leitet dort seit dem 1. April 2001 die Abteilung für Didaktik der Biologie.

Ab August 1995 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Forschungsprojekt am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN) in Kiel. Parallel promovierte sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Didaktik der Biologie; Nebenfächer waren Botanik und Psychologie. Die Dissertation schloss sie drei Jahre später mit „summa cum laude“ ab. Thema des Projekts und der Dissertation war „Qualitäten primärer Naturerfahrung und ihr Zusammenhang mit Umweltwissen und Umwelthandeln“.

Von 1998 bis 2001 war sie am IPN in der Biologiedidaktik an einer Studie des Programms „BLK21“ zur „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung“ beteiligt. Ihr schleswig-holsteinisches Teilprojekt behandelte die Förderung von Bewertungskompetenz, also der Fähigkeit, Sachverhalte begründet zu beurteilen. Im Oktober 2000 erhielt sie einen Ruf auf eine C3-Professur in Göttingen. Einen Ruf an die Universität Duisburg-Essen lehnte sie 2003 ab; im Mai 2003 wurde sie in Göttingen auf eine C4-Professur berufen.

Universitäre Aufgaben und Forschungsgremien

Bögeholz gehört an der Universität Göttingen der Biologischen Fakultät, dem Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften, sowie der Philosophischen Fakultät an. Außerdem ist sie Gründungsmitglied des Zentrums für empirische Unterrichts- und Schulforschung (ZeUS) und des Göttinger Zentrums für Biodiversitätsforschung und Ökologie (GZBÖ).

Im ZeUS war sie seit 2002 zunächst Mitglied des kommissarischen Gründungsvorstands und ab 2004 Mitglied des regulären Vorstands. Von 2002 bis 2011 leitete sie dort die Arbeitsgemeinschaft Fachdidaktiken in den naturwissenschaftlichen Fächern. Zwischen 2008 und 2011 war sie Sprecherin beziehungsweise stellvertretende Sprecherin des ZeUS.

Seit 2007 gehört sie dem Vorstand des DFG-Graduiertenkollegs 1195 „Passungsverhältnisse schulischen Lernens: Verstehen und Optimieren“ an, zuletzt als Sprecherin. Für die Amtsperiode 2016 bis 2019 wurde sie in das neunköpfige DFG-Fachkollegium „109 Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung“ gewählt. Dort vertrat sie „Allgemeines und fachbezogenes Lehren und Lernen“.

Auszeichnung und Veröffentlichungen

Am 29. August 2011 erhielt Susanne Bögeholz den mit 10.000 € dotierten Preis „Didaktik der Naturwissenschaften 2011“.

Zu ihren Veröffentlichungen gehört die Monographie „Qualitäten primärer Naturerfahrung und ihr Zusammenhang mit Umweltwissen und Umwelthandeln“ (Leske + Budrich, Opladen 1999, ISBN 3-8100-2337-X). Ausgewählte Aufsätze behandeln unter anderem biologiedidaktische Interessenforschung, Bewertungskompetenz, wirksamen Biologieunterricht, interdisziplinäres Unterrichten in der Lehrerbildung, Experimentierkompetenzen von Biologielehrkräften, Kompetenzdiagnostik sowie den Umgang mit komplexen Umweltproblemsituationen.

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