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Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag

Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag ist ein im Jahr 2000 entstandener Kurzfilm über den ersten Arbeitstag des Gabelstaplerfahrers Klaus Bassek.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Einordnung und Produktion
  2. 2. Inhalt und Gestaltung
  3. 3. Rezeption und Verwendung
  4. 4. Fortsetzungen und inspirierte Kurzfilme

Einordnung und Produktion

„Staplerfahrer Klaus – Der erste Arbeitstag“ ist ein deutscher Kurzfilm aus dem Jahr 2000. Er dauert 9 Minuten, ist deutschsprachig und ab 16 Jahren freigegeben. Der Film handelt vom ersten Arbeitstag des Gabelstaplerfahrers Klaus Bassek und parodiert berufsgenossenschaftliche Lehrfilme über Arbeitssicherheit und Unfallverhütungsvorschriften.

Drehbuch und Regie stammen von Stefan Prehn und Jörg Wagner. Konstantin Graudus spielt Klaus, Egon Hoegen spricht den Kommentar aus dem Off. Hoegen war insbesondere aus den seriösen Verkehrssicherheitssendungen „Der 7. Sinn“ bekannt. Produzent war Michael Sombetzki; die Musik „Happyland“ stammt von Laurent Lombard, die Kamera führte Matthias Lehmann, den Schnitt übernahm Andrea Stabenow.

Gedreht wurde auf dem Gelände eines Unternehmens in Buchholz in der Nordheide. Prehn und Wagner gaben den Besitzern des Hochregallagers zunächst vor, einen echten Sicherheitslehrfilm herstellen zu wollen. Auch der Hauptdarsteller wusste anfangs nicht, welche Art von Rolle er tatsächlich spielen sollte.

Inhalt und Gestaltung

Der Film ist formal einem berufsgenossenschaftlichen Lehrfilm der frühen 1980er-Jahre nachempfunden. Ein Sprecher erklärt aus dem Off den Umgang mit dem Gabelstapler, während Klaus, der gerade seinen neuen Gabelstaplerschein erhalten hat, an seinem ersten Arbeitstag zahlreiche Fehler macht. Diese Fehler führen zu einer Reihe von Unfällen.

Die Darstellung verbindet die nüchterne Lehrfilmform mit der Dramaturgie und Irrationalität eines Slapstickfilms sowie mit den drastischen Gewaltdarstellungen eines Splatterfilms. Während in klassischen Lehrfilmen Verletzungen normalerweise nur angedeutet werden, zeigt der Kurzfilm unter anderem abgetrennte Arme, abgesägte Köpfe und Menschen, die auf Gabelzinken aufgespießt werden.

Auch tödliche Verletzungen werden dargestellt. Mit Ausnahme des Gabelstaplerfahrers Klaus, dem der Kopf abgetrennt wird, und eines Lagerarbeiters, der durch eine Kettensäge zerteilt wird, bleiben die Betroffenen dabei noch bei vollem Bewusstsein. Am Ende fährt der Gabelstapler mit dem kopflosen Klaus und aufgespießten Lagerarbeitern in den Sonnenuntergang. Eine Kettensäge folgt dem Fahrzeug.

Rezeption und Verwendung

„Staplerfahrer Klaus“ erlangte schnell Kultstatus und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2001 lief der Film als Wettbewerbsbeitrag auf den Filmfestspielen in Cannes. Seit 2003 ist eine digital aufgearbeitete DVD-Fassung mit Bonusmaterial erhältlich. Die Produktion wurde unter anderem von der Filmstiftung NRW gefördert.

In der Ausbildung zum sicheren Umgang mit Gabelstaplern wird der Kurzfilm häufig zur Auflockerung des Unterrichts gezeigt. Die DEKRA-Akademie erklärte jedoch 2005 auf Anfrage einer Fernsehredaktion, dass der Film kein Bestandteil der Ausbildung sei. Seine Funktion im Unterricht besteht daher nicht in der offiziellen Vermittlung von Sicherheitsregeln.

2018 wird der Film außerdem in einer Spielszene des deutschen Spielfilms „In den Gängen“ verwendet. Diese Szene handelt von der Ausbildung von Gabelstaplerfahrern.

Fortsetzungen und inspirierte Kurzfilme

„Die Rückkehr der Gabelstaplerfahrer“ von Jochen Taubert aus dem Jahr 2013 wurde als Fortsetzung beworben. Nach der Einordnung des Artikels handelt es sich jedoch lediglich um einen Film mit ähnlicher Thematik; außerdem erhielt er schlechte Kritiken.

Weitere von „Staplerfahrer Klaus“ inspirierte Kurzfilme sind „Friseuse Claudia – Ein Unfallverhütungsfilm“, den Frank Kirsten 2004 produzierte, und „Elektriker Horst – Die 5 Sicherheitsregeln“. Letzterer wurde 2007 vom Montabaurer Unternehmen MEBEDO produziert und dauert knapp 15 Minuten. Im Dezember 2023 wurde eine zensierte, um 1 Minute und 25 Sekunden gekürzte Version auf YouTube veröffentlicht. Im September 2024 erschien außerdem eine knapp 11-minütige, völlig neue und nahezu gewaltfreie Version. „Friseuse Claudia“ und „Elektriker Horst“ sind auf YouTube abrufbar.

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