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Spoiler (Politik)
Als Spoiler bezeichnen Politikwissenschaftler eine Partei oder andere Bewegung in Russland, die von außen geplant wurde, um einer meist oppositionellen …
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Definition und Funktionsweise
Als Spoiler bezeichnen Politikwissenschaftler im Zusammenhang mit Russland eine von außen geplante Partei oder Bewegung, die einer meist oppositionellen Konkurrenzorganisation Wählerstimmen oder gesellschaftlichen Einfluss abnehmen soll. Solche Organisationen tragen häufig ähnliche Namen wie ihre Konkurrenz, um deren Anhänger zu verwirren.
Spoilerparteien führen teilweise keinen echten eigenen Wahlkampf und streben mitunter keine eigenen Parlamentsmandate an. Wenn sie Mandate gewinnen, können sie Teil eines vom Moskauer Kreml gesteuerten Machtkartells werden. Sie gelten daher weniger als eigenständige politische Bewegungen und eher als politisch-technologische Projekte oder Marken. Dabei nutzen sie den politikwissenschaftlichen Spoilereffekt aus, indem sie einer bestehenden Konkurrenzpartei zum Verwechseln ähnlich erscheinen.
Der Artikel weist darauf hin, dass seine Angaben nicht ausreichend mit Belegen abgesichert sind.
Beispiele bei russischen Wahlen
Bei der Wahl zur russischen Staatsduma 2016 traten erstmals zwei weitere kommunistische Parteien unter ähnlichen Namen gegen die traditionsreiche Kommunistische Partei der Russischen Föderation (KPRF) an, obwohl sie keine erhebliche politische Basis besaßen.
Auch bei der Wahl 2021 stuften politische Experten mehrere Parteien als reine Spoiler ein. Genannt werden die Kommunisten Russlands sowie die regierungsnahe Bewegung Neue Leute. Letztere gilt als eine neuere, vom Kreml „am Reißbrett“ entworfene Partei und zog 2021 in das russische Parlament ein.
Weitere Beispiele gab es bei russischen Regionalwahlen. Dort traten teilweise mehrere Kandidaten oder Parteien mit Namen an, die denen aussichtsreicher Wahlbewerber stark ähnelten.