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Philippe Cassuto

Philippe Cassuto (* 1. November 1959 in Rhone; † 2. März 2020 in Paris) war ein französischer Professor für Hebraistik und Semitistik an der Universität …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Wer Philippe Cassuto war
  2. 2. Akademischer Weg
  3. 3. Wichtige Veröffentlichungen
  4. 4. Gedenken

Wer Philippe Cassuto war

Philippe Cassuto (* 1. November 1959 in Rhone; † 2. März 2020 in Paris) war ein französischer Wissenschaftler. Er war Professor für Hebraistik und Semitistik an der Universität Aix-Marseille und Forscher am Institut de recherches et d’études sur le monde arabe et musulman.

Hebraistik ist die wissenschaftliche Beschäftigung mit der hebräischen Sprache und Literatur. Semitistik untersucht semitische Sprachen, zu denen unter anderem Hebräisch und Arabisch gehören. Cassuto galt schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten internationalen Spezialisten für hebräische Massora und Grammatik. Die Massora ist die jüdische Überlieferung zur genauen Schreibung, Lesung und Bewahrung des hebräischen Bibeltextes.

Akademischer Weg

Seit 1991 war Cassuto Doktor der Universität Jean Moulin Lyon 3. Seine Dissertation trug den Titel „La place de l’hébreu dans le Tractatus theologico-politicus et le Compendium grammatices linguae hebraeae de Baruch de Spinoza“. Betreut wurde sie von Pierre Cariou. Thema war also die Rolle des Hebräischen in zwei Werken Baruch de Spinozas.

1992 wurde Cassuto Dozent für Hebräisch sowie semitische Sprachen und Literaturen an der Universität Aix-Marseille I. 2003 wurde er stellvertretender Direktor des Zentrums für Weiterbildung der Université de Provence – Aix-Marseille I. Im Jahr 2005 erlangte er die Habilitation zur Betreuung von Forschungsarbeiten, also die Berechtigung, Forschungsarbeiten wissenschaftlich anzuleiten. 2008 wurde er ordentlicher Professor.

Wichtige Veröffentlichungen

Cassutos ausgewählte Schriften zeigen seine Schwerpunkte: hebräische Grammatik, Massora, biblisches Hebräisch, Spinoza und semitische Sprachen.

Zu seinen Büchern gehören „Qeré-Ketib et listes massorétiques dans le manuscrit B 19a“ von 1989, „Spinoza et les Commentateurs Juifs“ von 1998, „Spinoza hébraïsant“ von 1999 und „Portiques de grammaire hébraïque“ von 2015. Außerdem wirkte er an Sammelbänden mit, etwa an „Approaches to the History and Dialectology of Arabic in Honor of Pierre Larcher“ von 2017 und als Mitherausgeber von „Case and mood endings in semitic languages - myth or reality?“ von 2018.

Unter seinen Artikeln nennt der Artikel „Au Pied de la Lettre“ von 1988 und „Qeré-Ketiv et Massora Magna dans le Manuscrit B 19a“ von 1990. Diese Titel verweisen besonders auf seine Arbeit an Fragen der Textüberlieferung und Lesetradition des Hebräischen.

Gedenken

Nach Cassutos Tod erschien 2023 eine Gedenkschrift: Manuel Sartori und Élodie Attia gaben „Études sémitiques. Mélanges rassemblés à la mémoire de Philippe Cassuto“ heraus. Eine solche Festschrift oder Gedenkschrift sammelt wissenschaftliche Beiträge zu Ehren oder zum Andenken an eine Forscherin oder einen Forscher.

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