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Phil Zimmermann

Zimmermann (* 12. Februar 1954 in Camden, New Jersey) ist Softwareentwickler und Erfinder der E-Mail-Verschlüsselungssoftware Pretty Good Privacy (PGP). Er ist …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. PGP und staatliche Untersuchung
  3. 3. Weitere Projekte und Umzug
  4. 4. Aussagen zum Datenschutz

Person und Bedeutung

Philip R. Zimmermann (* 12. Februar 1954 in Camden, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Softwareentwickler. Bekannt wurde er als Erfinder von Pretty Good Privacy (PGP), einer Software zur Verschlüsselung von E-Mails. Mit PGP machte er als Erster die asymmetrische Kryptographie, auch Public-Key-Kryptographie genannt, der Allgemeinheit leicht als Software zugänglich. Bei diesem Verschlüsselungsverfahren werden unterschiedliche Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln verwendet.

Zimmermann studierte Informatik an der Florida Atlantic University und arbeitete danach als Softwareentwickler in Boulder, Colorado. Später wurde er Mitbegründer und Chefentwickler von Silent Circle, einem Unternehmen für verschlüsselte Kommunikation. Außerdem ist er Fellow am Center for Internet and Society der Stanford Law School.

PGP und staatliche Untersuchung

PGP wurde ab 1991 als Freeware, also kostenlos verfügbare Software, im Internet veröffentlicht und verbreitete sich weltweit. Die US-Regierung vermutete darin einen Verstoß gegen amerikanische Exportbeschränkungen für kryptographische Software. Deshalb untersuchten die US-Zollbehörden Zimmermann drei Jahre lang. Anfang 1996 wurde das Verfahren ohne Anklage eingestellt.

Anschließend gründete Zimmermann PGP Inc. Das Unternehmen wurde im Dezember 1997 von Network Associates Inc. (NAI) übernommen. Zimmermann blieb dort drei Jahre als Senior Fellow. 2002 kaufte die neu gegründete PGP Corporation PGP von NAI zurück; Zimmermann war dort als spezieller Berater tätig. NAI wurde 2010 von der börsennotierten Symantec Corporation übernommen.

Weitere Projekte und Umzug

Im März 2006 stellte Zimmermann die Beta-Version von Zfone vor. Die Software sollte VoIP-Telefonate verschlüsseln, also Gespräche, die über das Internet übertragen werden.

Im Mai 2015 zog er mit Silent Circle aus den USA nach Le Grand-Saconnex, einen Vorort von Genf in der Schweiz. Als Grund nannte er Datenschutzbedenken infolge der NSA-Affäre.

Zimmermann unterstützte außerdem Okuna. Dieses soziale Netzwerk sollte eine ethische und datenschutzfreundliche Alternative zu bestehenden Angeboten wie Facebook sein. Okuna wurde später eingestellt; sein Quellcode ist auf GitHub archiviert.

Aussagen zum Datenschutz

Zimmermann betonte in seinen Aussagen den Wert und die aktive Wahrnehmung von Privatsphäre:

  • „Wenn Privatsphäre gesetzlich verboten wird, haben nur Gesetzlose Privatsphäre.“
  • „Privatsphäre ist ein Recht wie jedes andere. Man muss es in Anspruch nehmen oder man riskiert, es zu verlieren.“

Ein weiteres Zitat verweist auf ein praktisches Problem verschlüsselter Kommunikation: „Ich kann das auf meinem iPhone nicht entschlüsseln. Bitte schick es mir noch einmal in Klartext.“

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