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Mutter Courage und ihre Kinder (1961)
Mutter Courage und ihre Kinder ist die von 1959 bis 1961 geschaffene Aufzeichnung der DEFA einer Inszenierung von Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch am …
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Einordnung und Bedeutung
„Mutter Courage und ihre Kinder“ ist ein 151 Minuten langer deutschsprachiger DEFA-Schwarzweißfilm aus der DDR von 1961. Er ist keine eigenständige Neuinszenierung des Stoffes, sondern eine zwischen 1959 und 1961 entstandene filmische Aufzeichnung einer Aufführung am Berliner Ensemble. Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch inszenierten sie nach der Modellinszenierung von Bertolt Brecht und Erich Engel aus dem Jahr 1949.
Die Theaterregie wird Bertolt Brecht und Erich Engel, die Filmregie Manfred Wekwerth und Peter Palitzsch zugeschrieben. Die Musik stammt von Paul Dessau, die Kameraarbeit von Harry Bremer und der Schnitt von Ella Ensink. Helene Weigel spielt Mutter Courage; ihre Kinder Eilif, Schweizerkas und Kattrin werden von Ekkehard Schall, Heinz Schubert und Angelika Hurwicz dargestellt. Weitere wichtige Rollen übernehmen unter anderem Ernst Busch als Koch, Wolf Kaiser als Feldprediger und Regine Lutz als Yvette Pottier.
Der vorliegende Artikel enthält unter „Handlung“ keine Inhaltsangabe. Daher lassen sich aus ihm keine Einzelheiten zur erzählten Geschichte wiedergeben.
Herstellung und Aufführungen
Der Film wurde in Schwarzweiß und im Breitwandverfahren Totalvision gedreht. Seine festliche Uraufführung fand am 10. Februar 1961 im Berliner Kino OTL (Oranienburger Tor Lichtspiele) statt. Anwesend waren der DDR-Kulturminister Alexander Abusch, weitere Persönlichkeiten und die Filmschaffenden. Anlass war Bertolt Brechts 63. Geburtstag. Gleichzeitig wurde der Film in allen 14 Bezirkshauptstädten der DDR erstmals gezeigt.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde der Film im Oktober 1962 während der Internationalen Filmwoche Mannheim erstmals präsentiert. Der reguläre Kinostart folgte dort am 12. März 1965. Im Juni 1965 empfahl ihn die Evangelische Filmgilde als Besten Film des Monats. Die österreichische Erstaufführung erfolgte im August 1962 in Salzburg. Im DDR-Fernsehen lief der Film erstmals am 27. März 1973 im 1. Programm.
Zeitgenössische Beurteilung
Henryk Keisch schrieb in der Tageszeitung „Neues Deutschland“, der Film vermittle ein vollständiges und treues Abbild der Theaterinszenierung. Diese war kurz zuvor nach langjähriger Laufzeit zum 400. Mal am Berliner Ensemble gezeigt worden und habe ihre Wirkung nicht verloren. Die Verbindung von Theater und Film sei zwar keine neue Kunstgattung, hier aber gelungen.
Helmut Ullrich von der „Neuen Zeit“ hob besonders die Möglichkeiten der Kamera hervor. Durch Nahaufnahmen der Gesichter würden Gesten und Blicke sichtbar, die dem Theaterpublikum wegen des räumlichen Abstands zwischen Bühne und Zuschauerraum entgehen könnten.
Auszeichnung
1961 erhielt „Mutter Courage und ihre Kinder“ beim XIV. Internationalen Filmfestival von Locarno ein Jugendliteraturdiplom.