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Musik & Ästhetik

Musik & Ästhetik ist ein Projekt, das 1995 von Ludwig Holtmeier, Richard Klein, Eckehard Kiem und Claus-Steffen Mahnkopf gegründet wurde.

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ziele und Arbeitsfelder
  3. 3. Organisation und Konzeption
  4. 4. Veranstaltungen
  5. 5. Publikationen
  6. 6. Englischsprachige Reihe

Überblick

Musik & Ästhetik ist ein 1995 gegründetes Projekt zur Verbindung von Musik, ästhetischer Reflexion und wissenschaftlicher Analyse. Gründer waren Ludwig Holtmeier, Richard Klein, Eckehard Kiem und Claus-Steffen Mahnkopf. Der Artikel weist darauf hin, dass Angaben nicht hinreichend mit Einzelnachweisen belegt sind; für die Nutzung als Lernmaterial sollte diese eingeschränkte Beleglage beachtet werden.

Zum Projekt gehören mehrere Einrichtungen und Formate: die 1995 gegründete Gesellschaft für Musik und Ästhetik, die seit 1997 im Verlag Klett-Cotta erscheinende Zeitschrift Musik & Ästhetik, das 2012 gegründete Institut für Musik und Ästhetik, außerdem Veranstaltungen und Buchpublikationen.

Ziele und Arbeitsfelder

Das Projekt will ästhetische Reflexion in und über Musik entwickeln und verbreiten. Ästhetische Reflexion bedeutet hier: über Wahrnehmung, Form, Bedeutung und Bewertung von Musik nachzudenken.

Ein wichtiges Ziel ist die Erforschung des Verhältnisses von Musik zu Kultur- und Sozialwissenschaften, besonders zur Philosophie. Außerdem arbeitet das Projekt an musikalischer Analyse, insbesondere der Neuesten Musik. Neueste Musik bezeichnet im Artikel zeitgenössische oder besonders neue Formen komponierter Musik.

Musik & Ästhetik strebt den Aufbau einer Musikästhetik an, die drei Bereiche verbindet: Musikanalyse, geschichtliche Hermeneutik und ästhetische Kritik. Hermeneutik bedeutet Auslegung oder Deutung; geschichtliche Hermeneutik fragt also danach, wie Musik aus ihrem historischen Zusammenhang verstanden werden kann. Ästhetische Kritik meint die begründete Beurteilung musikalischer Formen, Wirkungen und Ansprüche.

Weitere Ziele sind die kritische Analyse des Verhältnisses zwischen theoretischer Musikrede und musikalischer Praxis sowie der Austausch mit aktuellen Diskursen der Kultur- und Sozialwissenschaften und der Philosophie. Dabei soll die fachliche Eigenständigkeit der beteiligten Disziplinen gewahrt bleiben.

Organisation und Konzeption

Die Gesellschaft für Musik und Ästhetik richtet seit 1996 Veranstaltungen aus. Von 1998 bis 2006 kooperierte sie mit den Bludenzer Tagen zeitgemäßer Musik. In Kooperation mit ihr erscheint seit 2002 die englischsprachige Buchreihe New Music and Aesthetics in the 21st Century, herausgegeben von Claus-Steffen Mahnkopf, Frank Cox und Wolfram Schurig. Der Artikel nennt bisher acht Bände.

Eckehard Kiem, Richard Klein und Claus-Steffen Mahnkopf waren von 1998 bis 2001 wissenschaftlicher Beirat bei der Produktion des Stuttgarter Rings an der Staatsoper Stuttgart. Seit 2006 geben Claus-Steffen Mahnkopf und Johannes Menke die Studienreihe sinefonia im Wolke Verlag heraus.

Die Zeitschrift Musik & Ästhetik wird von Sonja Dierks, Tobias Janz, Claus-Steffen Mahnkopf und Johannes Menke herausgegeben. Laut Artikel hat sie bisher über 650 Aufsätze auf unterschiedlichen Feldern veröffentlicht. Sie wird von Persönlichkeiten des internationalen Musik- und Kulturlebens unterstützt, arbeitet mit vielen Mitarbeitern weltweit zusammen und wurde von 2004 bis 2007 von der Ernst von Siemens Musikstiftung gefördert.

Das 2012 gegründete Institut für Musik und Ästhetik arbeitet in den Bereichen Musikphilosophie, Autonome Musikkritik, Empirisch-hermeneutische Musiksoziologie, Zeitgenössische Musik, Musiktheater, Medienarbeit und praktische Expertisen. Geleitet wird es von Claus-Steffen Mahnkopf und Peter Mischung.

Veranstaltungen

Die Symposien der Gesellschaft zeigen die thematische Breite des Projekts. Behandelt wurden unter anderem Adornos Philosophie der Musik, das Verhältnis von Musik und Zeit, Polyphonie und Komplexität, Richard Wagners Ring, Harmonik neuer Musik, Grundlagen des zeitgenössischen Komponierens, Morphologie in der Neuen Musik, kritisches Komponieren und Bob Dylans Werk.

Genannte Veranstaltungen fanden unter anderem in Horben, Freiburg im Breisgau, Bludenz, Stuttgart, Frankfurt am Main und Leipzig statt. Eine wiederkehrende Reihe war Musik & Gegenwart in Leipzig in den Jahren 2007, 2008, 2009 und 2010.

Publikationen

Die Buchpublikationen des Projekts behandeln vor allem Musikästhetik, Neue Musik, Adorno, Richard Wagner, John Cage und Bob Dylan. Beispiele sind Mit den Ohren denken. Adornos Philosophie der Musik von Richard Klein und Claus-Steffen Mahnkopf als Herausgebern, Richard Wagner. Konstrukteur der Moderne, Mythos Cage, Musik in der Zeit – Zeit in der Musik, Kritische Theorie der Musik und das Adorno-Handbuch.

Die Veröffentlichungen erscheinen bei verschiedenen Verlagen, darunter Suhrkamp, Klett-Cotta, Wolke, Velbrück, Fink, Laaber, Alber, Lukas und Metzler. Die im Artikel genannten Publikationen reichen von 1998 bis 2012.

Englischsprachige Reihe

Die englischsprachige Reihe New Music and Aesthetics in the 21 Century umfasst laut Artikel bisher acht Bände und erscheint in Hofheim bei Wolke. Sie ist auf Neue Musik und ästhetische Fragen im 21. Jahrhundert ausgerichtet.

Die genannten Bände heißen Polyphony & Complexity (2002), Musical Morphology (2004), The Foundations of Contemporary Composing (2004), Electronics in New Music (2006), Critical Composition Today (2006), Facets of the Second Modernity (2008), Klaus Huber. From Time – to Time. The Complete Œuvre. Conversations with Claus-Steffen Mahnkopf (2010) und Musical Material Today (2012).

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