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Mulden von Maïné-Soroa
Die Mulden von Maïné-Soroa (französisch cuvettes de Maïné-Soroa) sind ein weitläufiges System aus zwischen Dünen gelegenen fruchtbaren Senken in der Gegend …
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Lage und Naturraum
Die Mulden von Maïné-Soroa (französisch: cuvettes de Maïné-Soroa) sind ein weitläufiges System fruchtbarer Senken zwischen Dünen nahe der Stadt Maïné-Soroa in Niger. Sie bilden eine der agroökologischen Makrozonen Nigers, also eine großräumige Zone mit ähnlichen Bedingungen für Landwirtschaft und Umwelt.
Das Gebiet ist 100 km² groß und liegt in Teilen der Gemeinden Maïné-Soroa, Bouné, Foulatari, Goudoumaria, Gouré und N’Guelbély in den Regionen Diffa und Zinder. Die feuchten und bewaldeten Mulden liegen in einer Dünenlandschaft. Charakteristisch sind braun-rote Böden und Vertisole, also Böden mit einem hohen Tongehalt. Das Grundwasser liegt durchschnittlich bereits 0,5 Meter tief.
Zu den bedeutenden Siedlungen gehören Maïné-Soroa, Foulatari, Goudoumaria, Ambouram Ali, Bassori, Karguéri, Garoua, Gouré und Goudéram. Der 410 m hohe Hügel Daoum ist eine landschaftlich dominierende Erhebung in der Dünenlandschaft.
Landwirtschaft und Gefährdungen
In den Mulden von Maïné-Soroa werden Gemüse mit Bewässerung sowie Obst angebaut. Die Nähe des Grundwassers ist dabei eine wichtige Voraussetzung für die Bewässerung.
Die landwirtschaftliche Nutzung ist durch Versandung, Versalzung und einen sinkenden Grundwasserspiegel gefährdet. Versandung bedeutet, dass sich Sand ablagert und Anbauflächen beeinträchtigt. Versalzung bezeichnet eine schädliche Anreicherung von Salzen im Boden. Zum Schutz der Mulden wurden verschiedene Maßnahmen gesetzt.