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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Microsampling

Microsampling bezeichnet eine Form, Musik auf Basis von sehr kleinen Samples zu erstellen. Zum ersten Mal bei Plunderphonics-Musikern wie John Oswald …

Definition und rechtliche Bedeutung

Microsampling ist eine Form der Musikproduktion, bei der sehr kleine Samples – meist unter 3 Sekunden Länge – zu Musik zusammengesetzt werden. Die Methode wurde zunächst von Plunderphonics-Musikern wie John Oswald, etwa in „Plexure“ (1993), verwendet und später unter anderem von Akufen und Prefuse 73 eingesetzt. Neben künstlerischen Zielen kann Microsampling dazu dienen, Probleme mit dem Urheberrecht und dem Leistungsschutzrecht zu vermeiden. Die Nutzung längerer, deutlich wiedererkennbarer Passagen kann gegebenenfalls Rechte des Urhebers, des ausübenden Künstlers und des Tonträgerherstellers verletzen.

In Deutschland hängt die urheber- und leistungsschutzrechtliche Bedeutung eines Samples jedoch stets von der Bewertung des möglicherweise zuständigen Gerichts ab. Die Annahme, Samples würden erst ab einer gesetzlich festgelegten Länge rechtlich relevant, ist ein verbreiteter Irrtum. Eine bestimmte Mindestdauer, ab der ein Sample automatisch rechtlich unbedenklich oder rechtlich relevant wird, gibt es daher nicht.

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