Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Martin-Luther-Kirche (Postbauer-Heng)
Die Martin-Luther-Kirche ist die Pfarrkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Postbauer-Heng. Martin-Luther-Kirche in Postbauer-Heng Innenraum …
Inhalt5 Abschnitte
Martin-Luther-Kirche und Gemeinde
Die Martin-Luther-Kirche ist die Pfarrkirche der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Postbauer-Heng. Die Gemeinde hat ungefähr 2200 Gemeindeglieder, davon etwa 1000 Männer und 1200 Frauen. Das Kirchenzentrum dient nicht nur für Gottesdienste, sondern auch als Treffpunkt für zahlreiche Gruppen und Einrichtungen.
Entstehung und Selbstständigkeit
Nach dem Zusammenschluss der Gemeinden Postbauer und Heng im Jahr 1971 hielt die politische Gemeinde im neu entstehenden Zentrum einen Bauplatz für die evangelischen Christen frei. Diese gehörten damals noch zur Kirchengemeinde Oberferrieden. 1974 wurde ein Gemeindehaus gebaut, damit evangelische Gottesdienste vor Ort möglich wurden.
Am 1. Januar 1983 entstand offiziell die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Postbauer-Heng. Das heutige Kirchenzentrum wurde 1998 errichtet und eingeweiht. Zum 1. Februar 1999 löste sich die Pfarrei von ihrer Mutterkirche in Oberferrieden und wurde selbstständig. Dadurch gehört die Martin-Luther-Kirche zu den jüngsten Kirchen in Bayern.
Der Turm und die Glocken wurden 2003 durch den Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, geweiht. Mit dieser Weihe war das evangelische Gemeindezentrum fertiggestellt.
Gottesdienste und Gemeindeleben
Neben den Sonntagsgottesdiensten gibt es besondere Gottesdienste für Familien und Jugendliche. Parallel zum wöchentlichen Hauptgottesdienst findet ein Kindergottesdienst statt. In der Passionszeit werden nach dem Aschermittwoch wöchentlich Andachten gefeiert.
Im Kirchenzentrum treffen sich unter anderem Mutter-Kind-Gruppen, Mädchen- und Jungschargruppen sowie Jugendgruppen. Dort proben außerdem der Kirchenchor und die Kirchenband. Ein Seniorenkreis findet monatlich statt und unternimmt gelegentlich Halbtagesausflüge. Der Kirchenchor gestaltet häufig Gottesdienste mit.
Räume des Zentrums werden auch von der Elterninitiative Kleine Strolche e.V., der Landeskirchlichen Gemeinschaft und dem Schachclub Postbauer-Heng genutzt. Zum Gemeindeleben gehört außerdem ein ökumenisches Gemeindefest, das abwechselnd im katholischen oder evangelischen Kirchenzentrum beziehungsweise am Wurzhof stattfindet. Die Ökumene zeigt sich zudem in regelmäßigen ökumenischen Gottesdiensten, Ausschusssitzungen zum Erfahrungsaustausch und der Nachbarschaftshilfe.
Glocken und Glockenturm
Das Geläute wurde 2003 von der Glockengießerei Rudolf Perner in Passau gegossen. Alle Glocken bestehen aus 78 % Kupfer und 22 % Zinn. Ihre Zusammensetzung und Tonhöhen sind auf die katholische Nachbarkirche St. Elisabeth abgestimmt, sodass beide Geläute miteinander harmonieren. Insgesamt wird das Geläute als hell und frisch klingend beschrieben.
Die vier Glocken
Die Sonntagsglocke ist die größte Glocke. Sie wiegt 323 Kilogramm, hat einen Durchmesser von 79,6 Zentimetern und erklingt im Ton h′. Ihr Relief zeigt ein Kreuz mit Strahlenkranz. Die Inschrift lautet nach Hebräer 13,8: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“.
Die Mittagsglocke wiegt 224 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 69,3 Zentimetern. Sie klingt im Ton d″. Auf ihr ist ein Weinstock dargestellt. Ihre Inschrift bezieht sich auf Jesaja 40,31: „Die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft“.
Die Abendglocke wiegt 156 Kilogramm, misst 61,4 Zentimeter im Durchmesser und erklingt in e″. Ihr Relief ist das Christusmonogramm. Sie trägt die Inschrift aus Lukas 24,29: „Herr bleibe bei uns, denn es will Abend werden“.
Die Taufglocke ist mit 108 Kilogramm die leichteste und mit 54 Zentimetern Durchmesser die kleinste Glocke. Mit dem Ton g″ liefert sie den höchsten Ton des Gesamtklangs. Ihr Bild verbindet Kreuz, Wasser und Fisch. Die Inschrift lautet nach Lukas 10,20: „Freuet euch, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind“.