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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Mammaliochorie

Die Mammaliochorie ist eine Form der Zoochorie, bei der Säugetiere die hauptsächliche Verbreitung des Pflanzensamens übernehmen.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Grundprinzip der Mammaliochorie
  2. 2. Epichorie: Verbreitung am Körper
  3. 3. Endozoochorie und Bedeutung

Grundprinzip der Mammaliochorie

Mammaliochorie ist eine Form der Zoochorie, bei der Säugetiere hauptsächlich die Verbreitung von Pflanzensamen übernehmen. Die Samen gelangen dabei entweder außen am Körper der Tiere oder nach dem Fressen durch deren Verdauungstrakt an andere Orte.

Epichorie: Verbreitung am Körper

Bei der Epichorie werden Samen über die Außenseite von Säugetieren verbreitet, meist über deren Fell. Die Samen besitzen dafür besondere Vorrichtungen, zum Beispiel Widerhaken, mit denen sie im Fell hängen bleiben und vom Tier transportiert werden. Pflanzen mit dieser Ausbreitungsform werden als Tierstreuer bezeichnet.

Endozoochorie und Bedeutung

Bei der Endozoochorie werden die Samen von Säugetieren mitgefressen und passieren den Verdauungstrakt.

Im Vergleich zur Ornithochorie, also der Verbreitung durch Vögel, haben Farben bei Früchten oft nur eine sekundäre Bedeutung. Stattdessen locken Pflanzen Säugetiere häufig durch Gerüche an. Die Früchte sind oft größer und können deshalb von Vögeln kaum verzehrt werden. Eine weitere Anpassung ist der Fruchtfall: Bäume verlieren ihr Obst, sobald es reif ist, sodass es leicht gefressen werden kann. Wintersteher, also Früchte, die längere Zeit an der Pflanze bleiben, kommen bei der Mammaliochorie praktisch nicht vor.

Viele einheimische Früchte nutzen Mammaliochorie, zum Beispiel Äpfel, Birnen und Quitten. Umgekehrt sind viele Tiere, etwa Wildschweine, auf die Nahrung der von ihnen verbreiteten Pflanzen angewiesen.

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