Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand
Liste von Schriftstellern der DDR
A · Peter Abraham (1936–2015), Schriftsteller · Alexander Abusch (1902–1982), Schriftsteller · Egon Aderhold (1929–2011), Schriftsteller · Gerd Adloff (* 1952), …
Inhalt6 Abschnitte
Gegenstand und Umfang
Die Liste verzeichnet Autoren belletristischer Literatur in der DDR. Belletristische Literatur meint literarische Werke wie Romane, Erzählungen, Lyrik oder Dramen, also nicht in erster Linie Sach- oder Fachtexte.
Nach der Übersicht gab es etwa 1000 Autoren, die in der DDR mindestens ein belletristisches Werk veröffentlichten. Die meisten von ihnen waren im Schriftstellerverband der DDR organisiert, der zuvor Deutscher Schriftstellerverband hieß.
Aufbau der Liste
Der Hauptteil ist eine alphabetische Liste von DDR-Autorinnen und -Autoren. Sie reicht von A bis Z und nennt zu den Personen meist Lebensdaten und Tätigkeitsfelder, zum Beispiel Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker, Drehbuchautor, Kinderbuchautor, Übersetzer, Publizist oder Redakteur.
Die Liste zeigt, dass die DDR-Literatur viele Gattungen und Arbeitsbereiche umfasste: Prosa, Lyrik, Drama, Hörspiel, Drehbuch, Kinder- und Jugendliteratur, Satire, Science-Fiction und Übersetzungen. Einige Personen werden mit Pseudonymen oder alternativen Namen aufgeführt, etwa Ottokar Domma als Pseudonym von Otto Häuser, Alex Wedding als Pseudonym von Grete Weiskopf oder Alexander Kröger als Pseudonym von Helmut Routschek.
Bekannte Autorinnen
Ein eigener Abschnitt hebt Schriftstellerinnen der DDR hervor. Als besonders bekannte Autorinnen nennt der Artikel Christa Wolf, Anna Seghers, Brigitte Reimann, Maxie Wander, Sarah Kirsch, Eva Strittmatter, Irmtraud Morgner, Inge Müller, Monika Maron, Helga Königsdorf, Elke Erb, Helga Schubert, Helga Schütz und Hedda Zinner.
Auch Gisela Steineckert wird als Liedtexterin genannt. Für die Kinder- und Jugendliteratur nennt der Artikel Liselotte Welskopf-Henrich, Christa Kożik, Anne Geelhaar, Ingeborg Feustel und Grete Weiskopf, die unter dem Namen Alex Wedding schrieb.
Generationen der Schriftstellerinnen
Die Schriftstellerinnen werden zusätzlich nach Geburtsjahrgängen geordnet. Für die Jahrgänge bis 1900 nennt der Artikel unter anderem Lore Mallachow, Edith Klatt, Wally Eichhorn-Nelson, Marianne Bruns, Anna Seghers und Elisabeth Hartenstein.
Für 1901–1910 erscheinen unter anderem Lilly Becher, Liselotte Welskopf-Henrich, Maria Langner, Grete Weiskopf, Hedda Zinner, Ruth Werner, Ilse Korn, Ruth Krenn, Eva Lippold-Brockdorff und Elfriede Brüning. Für 1911–1920 folgen unter anderem Inge von Wangenheim, Annemarie Auer, Anne Geelhaar, Lilo Hardel, Christa Johannsen, Herta Fischer, Edith Anderson, Irma Harder, Lis Kleeberg, Edith Bergner, Margarete Neumann und Ruth Kraft.
Die Jahrgänge 1921–1930 umfassen unter anderem Inge Müller, Ingeborg Feustel, Rosemarie Schuder, Wera Küchenmeister, Johanna Braun, Gisela Heller, Christa Wolf und Eva Strittmatter. Für 1931–1940 nennt der Artikel viele bekannte Namen, darunter Irmtraud Morgner, Brigitte Reimann, Maxie Wander, Sarah Kirsch, Renate Holland-Moritz, Helga M. Novak, Elke Erb, Helga Königsdorf und Helga Schubert. Spätere Jahrgänge umfassen unter anderem Monika Maron, Christa Kożik, Angela Steinmüller, Gabriele Herzog, Barbara Honigmann, Gabriele Kachold-Stötzer, Kathrin Schmidt, Kerstin Hensel, Raja Lubinetzki und Miriam Margraf.
Parteien und Staatssicherheit
Viele bekannte DDR-Schriftsteller waren zumindest zeitweise Mitglieder der SED. Einige wurden später ausgeschlossen oder traten selbst aus. Als ehemalige Mitglieder nennt der Artikel Christa Wolf, Gerhard Wolf, Heiner Müller, Ulrich Plenzdorf, Sarah Kirsch, Günter Kunert, Erich Loest, Jurek Becker und andere. Wolf Biermann war Kandidat der SED, wurde aber nicht als Mitglied aufgenommen. Andere blieben bis zu ihrem Lebensende oder mindestens bis 1989 Mitglieder, darunter Anna Seghers, Hermann Kant, Erwin Strittmatter und Stephan Hermlin. Hermann Kant war zeitweise Mitglied des ZK. Franz Fühmann war Mitglied der NDPD und zeitweise dort Vorstandsmitglied. Stefan Heym, Günther de Bruyn und Thomas Brasch gehörten keiner Partei an.
Der Artikel nennt außerdem zahlreiche Schriftsteller als Inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit. Inoffizielle Mitarbeiter waren Personen, die verdeckt Informationen an die Staatssicherheit weitergaben. Besonders aktiv waren demnach Sascha Anderson und Rainer Schedlinski, die die alternative Literaturszene im Prenzlauer Berg ausspionierten. Weitere genannte Informanten sind Paul Wiens, von dem über 1700 Blatt mit Berichten erhalten sind, Fritz Rudolf Fries, Jan Koplowitz, Peter Edel, Hermann Kant, Erwin Strittmatter, Dieter Noll, Günter Görlich, Max Walter Schulz und Gisela Steineckert. Christa Wolf, Heinz Kahlau und Gabriele Eckart waren nur kurz und widerwillig verpflichtet und gaben diese Tätigkeiten bald wieder auf. Brigitte Reimann und Klaus Schlesinger lehnten eine Mitarbeit ab.
Herkunft und Zugehörigkeit
Der Artikel nennt mehrere Herkunfts- und Zugehörigkeitsgruppen. Einige Schriftsteller stammten aus jüdischen Familien, darunter Stefan Heym, Jurek Becker, Wolf Biermann, Fred Wander und Jan Koplowitz.
Fred Wander und Maxie Wander blieben während ihres gesamten Aufenthaltes in der DDR österreichische Staatsbürger. Die Kinderbuchautorin Elizabeth Shaw blieb britische oder irische Staatsbürgerin; der Artikel nennt diese Staatsangehörigkeit nicht eindeutig.
Außerdem nennt der Artikel sorbische Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Sorben sind eine slawische Minderheit in Deutschland. Aufgeführt werden unter anderem Jurij Brězan, Benedikt Dyrlich, Jurij Koch, Kito Lorenc und Angela Stachowa sowie weitere sorbische Autorinnen und Autoren.