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Kame
Kames gehören zu den Kleinformen der glazialen Serie und sind ein Bestandteil der Grundmoränenlandschaft. Im Gegensatz zu den langgestreckten Oser-Zügen …
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Definition und Entstehung
Ein Kame ist eine Erhebung in einer glazialen Aufschüttungslandschaft. Er entsteht am Rand eines Gletschers, wenn Eis oder Schmelzwasser Ablagerungen gegen ein Widerlager aufschütten. Als Widerlager können Toteisblöcke, Talhänge oder andere Hänge dienen. Toteis ist vom Gletscher abgetrenntes Eis, das sich nicht mehr bewegt. Wenn es später schmilzt, bleibt das zuvor angelagerte Material als eigenständiger Hügel zurück.
Schmelzwasserflüsse lagern vor allem Sand und Kies auf oder gegen das Widerlager ab. Häufig kommen außerdem feinkörnige Sedimente vor, die in Eisstauseen entstanden sind. Deshalb zählen Kames sowohl zu den glazifluvialen Formen, die durch fließendes Schmelzwasser geschaffen werden, als auch zu den glazilimnischen Formen, die durch Ablagerungen in eiszeitlichen Seen entstehen.
Form, Größe und Einordnung
Kames sind Kleinformen der glazialen Serie und Bestandteile der Grundmoränenlandschaft. Ihr Grundriss ist meist unregelmäßig oder rundlich. Damit unterscheiden sie sich von Oser-Zügen: Diese sind langgestreckte, wallartige Ablagerungsformen, während Kames eher die Gestalt eines Rückens oder einer Kuppe besitzen.
Typisch sind steilere Seitenhänge, die häufig ein flacheres Plateau begrenzen. Kames können wenige bis einige Dutzend Meter hoch sein. Ihre Fläche reicht von wenigen hundert Quadratmetern bis zu einigen Hektar.
Kamesterrassen und Kameshügel
Kamesterrassen sind mit Kames verwandte Formen. Bei ihnen bildet stets ein Talhang das Widerlager. Sie kommen besonders in ehemals stark vergletscherten Gebirgen wie den Alpen vor.
Kameshügel bestehen aus Anhäufungen von kantengerundetem bis gerundetem kleinerem Material, in denen die Feinfraktion fehlt. Sie entstehen, wenn Schutt aus der Obermoräne in Gletscherspalten gespült wird und sich dort ansammelt. Die Feinfraktion wird dabei als Bestandteil der Gletschermilch ausgewaschen. Zieht sich der Gletscher durch Abtauen zurück, bleibt das gröbere Material als Kameshügel liegen. Kameshügel kommen nur bei Talgletschern vor, weil nur diese eine Obermoräne besitzen.