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Joe Russell Whitaker
Negaunee, Michigan : an urban center dominated by iron mining. publisher not identified, Philadelphia, 1931; zusammen mit R. H. Whitbeck, Loyal Durand: The …
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Kurzprofil und Bedeutung
Joseph Russell Whitaker, auch J. Russell Whitaker, war ein US-amerikanischer Geograph. Er wurde am 30. Januar 1900 in Cynthiana im Harrison County, Kentucky, geboren und starb am 24. Februar 2000 in Nashville im Davidson County, Tennessee. Whitaker verband wissenschaftliche Geographie mit Lehre, Bildungsfragen und angewandter Forschung. In seinen Arbeiten befasste er sich unter anderem mit Wirtschaftsgeographie, regionalen Entwicklungen, der Nutzung und Erhaltung natürlicher Ressourcen sowie der Bedeutung des Geographieunterrichts in Schule und Hochschule.
Seine berufliche Bedeutung beruhte sowohl auf seiner akademischen Laufbahn als Professor und Departmentleiter als auch auf seiner Mitarbeit in wissenschaftlichen, staatlichen und militärischen Beratungsgremien. Außerdem trat er als Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu geographischen Fachthemen hervor.
Familie und Ausbildung
Joe Russell Whitaker war der Sohn von Walter Howard Whitaker und Nancy Green Whitaker. Nach dem Abschluss der Cynthiana High School begann er 1918 am Berea College in Berea, Kentucky, Geographie und Naturwissenschaften zu studieren. 1920 setzte er sein Studium an der University of Chicago fort und erwarb dort 1922 den Bachelor of Science.
Anschließend studierte Whitaker an der University of Wisconsin–Madison. Dort erhielt er 1923 den akademischen Grad eines Master of Science. 1930 wurde er an der University of Chicago zum Doctor of Philosophy promoviert. Seine Ausbildung umfasste damit ein Studium an mehreren bedeutenden Hochschulen und führte von der naturwissenschaftlichen und geographischen Grundausbildung bis zur Promotion.
Whitaker war methodistisch getauft. Am 21. Dezember 1922 heiratete er Sarah Houk. Das Paar hatte die Kinder Thomas Russell, Sarah Ann und Margaret Clare. Whitaker starb im Februar 2000 wenige Wochen nach seinem 100. Geburtstag.
Akademische Laufbahn und öffentliche Aufgaben
Bereits 1917 erhielt Whitaker eine Anstellung als Teacher of Science am Berea College, die er bis 1919 ausübte. Von 1921 bis 1923 arbeitete er als Assistant in Geography an der University of Wisconsin-Madison. 1924 wurde er Leiter des Departments of Geography am State Teachers College in Marquette, Michigan.
1930 wechselte Whitaker als Assistant Professor of Geography an die University of Wisconsin-Madison; 1937 wurde er dort Associate Professor. 1940 nahm er eine Professur für Geographie am Peabody College in Nashville an und leitete dort zugleich das Department of Geography. 1939 war er außerdem Gastprofessor bei den Sommerkursen der University of Minnesota.
Zu seinen Forschungs- und Beratungsaufgaben gehörten ein 1935 vom National Research Council geförderter Forschungsauftrag in Ontario sowie die Mitgliedschaft im National Research Council von 1939 bis 1953. Von 1942 bis 1944 beriet Whitaker das United States Department of War und das State Department. 1947 war er Berater der Militärregierung der Vereinigten Staaten für Deutschland. 1945 nahm er am Educational Survey von South Carolina und 1946 am entsprechenden Survey von Idaho teil. 1956 gehörte er dem Editorial Advisory Board der World Book Encyclopedia an.
Whitaker war gewähltes Mitglied der Association of American Geographers und stand dieser 1953 als Präsident vor. Außerdem war er Mitglied des National Councils of Geography Teachers, dessen Präsident er 1938 war, sowie der Phi Beta Kappa, der Sigma Xi und der Pi Gamma Mu. 1955 erhielt er den Distinguished Service Award des National Councils for Geographic Education.
Schwerpunkte der Publikationen
Whitakers Veröffentlichungen behandeln vor allem regionale Wirtschaftsgeographie, Landnutzung, Ressourcen sowie den Geographieunterricht. Seine Masterarbeit von 1923 untersuchte die Entwicklung der Tabakindustrie in Kentucky als geographische Erscheinung. 1931 veröffentlichte er eine Untersuchung über Negaunee in Michigan, ein städtisches Zentrum, das vom Eisenerzbergbau geprägt war.
Gemeinsam mit R. H. Whitbeck und Loyal Durand gab er 1937 The Working World; An Economic Geography heraus. Zu seinen weiteren Themen gehörten die Entstehung und der Verfall von Land sowie die Werte und Probleme des Geographieunterrichts in Schule und Hochschule. 1948 veröffentlichte er gemeinsam mit Ralph H. Brown eine historische Geographie der Vereinigten Staaten und 1951 gemeinsam mit Edward A. Ackerman ein Werk über amerikanische Ressourcen, ihre Bewirtschaftung und ihre Erhaltung.
1994 erschienen unter dem Titel Analects from an Owls' Roost Auszüge aus Whitakers Tagebüchern. Insgesamt zeigen die Publikationen eine Verbindung von geographischer Analyse, wirtschaftlichen Entwicklungen, Umwelt- und Ressourcenfragen sowie geographischer Bildung.