Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Institut für Musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte

Das Institut für Musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI) ist ein musikwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität Mozarteum …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Was das Institut ist
  2. 2. Zentrale Begriffe und Arbeitsweise
  3. 3. Publikationsreihe

Was das Institut ist

Das Institut für Musikalische Rezeptions- und Interpretationsgeschichte (IMRI) ist ein musikwissenschaftliches Forschungsinstitut an der Universität Mozarteum Salzburg. Es wurde im Juni 2006 von Joachim Brügge, Wolfgang Gratzer und Thomas Hochradner gegründet.

Das Institut beschäftigt sich projektbezogen mit ausgewählten Themen der Rezeption und Interpretation von Musik. Es verbindet dabei Musizierpraxis und musikwissenschaftliche Reflexion: Beide gelten im kunstuniversitären Selbstverständnis als kreative Tätigkeiten, die einander anregen, korrigieren oder bestärken können.

Zentrale Begriffe und Arbeitsweise

Der Institutsname unterscheidet zwischen musikalischer Interpretation und musikalischer Rezeption. Musikalische Interpretation meint künstlerische Anverwandlungen, zum Beispiel Aufführungen oder komponierte Bearbeitungen. Musikalische Rezeption meint Auseinandersetzungen mit Musik, etwa durch Wissenschaft oder Feuilleton.

Das IMRI arbeitet mit einem musikhistorischen Ansatz. Lehrveranstaltungen, Projekte, Vorträge, Symposien und Publikationen der Institutsmitglieder behandeln beispielhafte oder symptomatische Vorgänge musikalischer Rezeption und Interpretation. Ein Schwerpunkt liegt auf der Wirkungsgeschichte Wolfgang Amadeus Mozarts, also darauf, wie Mozarts Musik später verstanden, gedeutet und weiterverarbeitet wurde.

Publikationsreihe

Die Institutsreihe „klang-reden“ erscheint im Rombach Verlag. Sie versammelt Veröffentlichungen zu Rezeptionsgeschichte, Interpretationsgeschichte und angrenzenden Themen der Musikforschung.

Zu den genannten Bänden gehören unter anderem „Mozarts letzte drei Sinfonien. Stationen ihrer Interpretationsgeschichte“ von 2008, herausgegeben von Joachim Brügge, Wolfgang Gratzer und Thomas Hochradner, sowie „Herausforderung Mozart. Komponieren im Schatten kanonischer Musik“, herausgegeben von Wolfgang Gratzer. Weitere Bände behandeln Nikolaus Harnoncourt als Dirigent und Musikdenker, die musikalische Rezeption von Ingeborg Bachmanns Hörspiel „Der gute Gott von Manhattan“, Beiträge zu Bach, Aspekte der Haydn-Rezeption sowie Fragen von Inventar und Werkverzeichnis als Faktoren der Rezeptionsgeschichte.

Weiterlesen