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Immobilienkaufmann
Immobilienkaufleute arbeiten in der Verwaltung und Bewirtschaftung von Immobilienobjekten und der Abwicklung von Immobiliengeschäften. In Deutschland ersetzte …
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Beruf und Aufgaben
Immobilienkaufmann beziehungsweise Immobilienkauffrau ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf der Immobilienwirtschaft in Deutschland und Österreich. Immobilienkaufleute verwalten und bewirtschaften Immobilienobjekte und wickeln Immobiliengeschäfte ab. Ihr Aufgabenbereich ist breiter als der eines spezialisierten Immobilienmaklers, der hauptsächlich zwischen Angebot und Nachfrage vermittelt.
Sie suchen, kaufen, verkaufen, vermieten und verwalten Häuser, Wohnungen, Betriebs- und Bürogebäude sowie Grundstücke. Dabei betreuen sie Eigentümer und mögliche Kunden, organisieren Besichtigungen und Bewertungen von Immobilien und bearbeiten Schadensmeldungen. Sie erteilen außerdem Aufträge für Reparaturen und Instandhaltung, also für Maßnahmen zum Erhalt einer Immobilie. Teilweise erstellen sie Finanzierungskonzepte und arbeiten mit Banken und Versicherungen zusammen.
Arbeitsorte und Beschäftigung
Der Arbeitsort ist überwiegend das Büro. Für Aufgaben wie Haus- oder Wohnungsbesichtigungen mit Kauf- oder Mietinteressenten arbeiten Immobilienkaufleute auch im Außendienst.
Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen bei Wohnungsunternehmen, Bauträgern, Immobilien- und Projektentwicklern, Grundstücks-, Vermögens- und Immobilienverwaltungen, Hausverwaltungen, Immobilienmaklern und Wohnungsgenossenschaften. Sie können außerdem in Immobilienabteilungen von Banken, Bausparkassen, Versicherungen sowie Handels- und Industrieunternehmen tätig sein.
Ausbildung in Deutschland und Österreich
Die Ausbildungsinhalte entsprechen den beruflichen Tätigkeiten; abgesehen von rechtlichen Bestimmungen gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich.
In Deutschland dauert die nach dem Berufsbildungsgesetz geregelte Ausbildung drei Jahre. Sie findet im dualen System statt, also in Ausbildungsbetrieben und Berufsschulen, und endet mit der Abschlussprüfung. Für den theoretischen Unterricht stehen 16 geeignete Berufsschulen zur Auswahl. Der Beruf ersetzte den Ausbildungsberuf Kaufmann in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft. Im Artikel werden hierfür zwei abweichende Daten genannt: ab dem 1. August 2006 und seit dem 2. August 2006.
In Österreich handelt es sich ebenfalls um eine dreijährige duale Lehre, die mit der Lehrabschlussprüfung endet. Diese Prüfung gilt auch als Abschluss für die Lehre zum Bürokaufmann und Verwaltungsassistenten. Verwandte Lehrberufe, etwa Buchhalter oder Versicherungskaufmann sowie weitere Büro- und Verwaltungsberufe, können mit verkürzter Lehrzeit absolviert werden.
Eine bestandene Lehrabschlussprüfung eröffnet in Österreich den Zugang zur Berufsmatura (Berufsreifeprüfung) und anschließend zu Höherqualifizierungen an Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten. Mit abgelegter Befähigungsprüfung ist auch eine selbstständige Tätigkeit im reglementierten Gewerbe der Immobilientreuhänder möglich, also als Immobilienmakler, Immobilienverwalter oder Bauträger.
Fernunterricht
Der schulische Teil der Ausbildung kann auch durch Fernkurse absolviert werden. Die IHK lassen zur abschließenden Prüfung in der Regel nur Personen zu, die neben dem Fernlehrgang praktische Erfahrungen in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, in Haus- und WEG-Verwaltungen, Makleragenturen oder vergleichbaren Bereichen gesammelt haben. WEG-Verwaltungen verwalten Wohnungseigentümergemeinschaften.
Fernunterricht richtet sich deshalb besonders an Quereinsteiger und ungelernte Kräfte in diesen Arbeitsfeldern, die parallel zu ihrer Berufstätigkeit einen Berufsabschluss erwerben möchten. Als deutscher Anbieter wird das Europäische Bildungszentrum der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (EBZ) genannt.