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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Homo oeconomicus institutionalis

Beim Homo oeconomicus institutionalis werden zusätzliche handlungsdeterminierende Aspekte miteinbezogen. Wesentliche Aspekte, die miteinbezogen werden, sind …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Grundidee des Modells
  2. 2. Handlungsdeterminierende Faktoren
  3. 3. Anwendung auf politische Entscheidungen

Grundidee des Modells

Der Homo oeconomicus institutionalis ist ein theoretisches Modell der Institutionenökonomik und Verhaltensökonomik. Es wurde entwickelt, weil das Rationalitätspostulat des klassischen Homo oeconomicus – also die Annahme stets rationalen Handelns – vielfach als unrealistisch kritisiert wurde. Außerdem beobachtete die Verhaltensökonomik häufig Ergebnisse, die deutlich vom Verhalten eines Homo oeconomicus abwichen.

Das Modell erweitert daher die Erklärung wirtschaftlichen und politischen Handelns. Es berücksichtigt nicht nur Nutzenmaximierung, sondern zusätzliche Faktoren, die Entscheidungen bestimmen können.

Handlungsdeterminierende Faktoren

Zu den einbezogenen Faktoren gehören kognitive Grenzen, also begrenzte Möglichkeiten, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten. Außerdem berücksichtigt das Modell unterschiedliche Präferenzen sowie den institutionellen Rahmen. Institutionen sind dabei Regeln und Rahmenbedingungen, innerhalb derer Akteure handeln.

Als mögliche Formen des Verhaltens betrachtet der Homo oeconomicus institutionalis:

  • situativ-nutzenmaximierendes Verhalten: Handeln zur Erzielung eines möglichst großen Nutzens in einer konkreten Situation;
  • rational-regelgebundenes Verhalten: Handeln nach Regeln auf rationale Weise;
  • habituelles Verhalten: Handeln aus Gewohnheit;
  • emotional-instinktives Verhalten: Handeln, das von Gefühlen oder Instinkten geprägt ist.

Anwendung auf politische Entscheidungen

Bei politischen Entscheidungsproblemen kann das Modell in Form einer Stufenheuristik in der Institutionenanalyse genutzt werden. Eine Stufenheuristik ist ein Vorgehen, bei dem die Analyse schrittweise erfolgt.

Auf jeder Stufe wird empirisch überprüft, ob das Modell des Homo oeconomicus institutionalis für das jeweilige Entscheidungsproblem verändert werden sollte. Zentral ist dabei die Frage, welche handlungsdeterminierenden Faktoren für die Anreiz- und Hemmnissituation eines bestimmten Akteurs entscheidend sind. Anreize fördern ein bestimmtes Handeln, während Hemmnisse es erschweren oder verhindern können.

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