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Henning Bergenholtz

Henning Bergenholtz (* 26. August 1944 in Kopenhagen) ist ein dänischer Linguist, Lexikograf und Hochschullehrer. Leben und Wirken.

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Leben und wissenschaftliche Schwerpunkte
  2. 2. Forschung und ausgewählte Veröffentlichungen

Leben und wissenschaftliche Schwerpunkte

Henning Bergenholtz (* 26. August 1944 in Kopenhagen) ist ein dänischer Linguist, Lexikograf und Hochschullehrer. Er studierte Linguistik, Germanistik und Skandinavistik an der Freien Universität Berlin und erwarb dort 1973 den Magistergrad. 1975 promovierte er an der Universität Essen bei Karl-Dieter Bünting zum Dr. phil. Anschließend arbeitete er dort als wissenschaftlicher Assistent und habilitierte sich 1978 im Gebiet „Linguistik des Deutschen“.

Bergenholtz lehrte als Dozent und außerplanmäßiger Professor in Essen sowie an weiteren Universitäten, unter anderem in Stellenbosch (Südafrika). 1992 wurde er ordentlicher Professor an der Wirtschaftshochschule Aarhus beziehungsweise der Universität Aarhus. 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Valladolid. Außerdem ist er Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften.

Seine wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich vor allem auf Lexikographie, also die Theorie und Praxis der Erstellung von Wörterbüchern, sowie auf Fachwörterbücher. Zusätzlich veröffentlichte er ein zweibändiges Wörterbuch Madagassisch-Deutsch/Deutsch-Madagassisch.

Forschung und ausgewählte Veröffentlichungen

Bergenholtz veröffentlichte grundlegende Arbeiten zur deutschen Grammatik und Sprachbeschreibung. Zu seinen frühen Schwerpunkten gehören die Morphologie, also der Aufbau von Wörtern, und die Wortarten. Dazu zählen „Zur Morphologie deutscher Substantive, Verben und Adjektive“ (1976), „Die Wortarten des Deutschen“ (1977, mit Burkhard Schaeder) und „Einführung in die Morphologie“ (1979, mit Joachim Mugdan). Gemeinsam mit Karl-Dieter Bünting verfasste er außerdem „Einführung in die Syntax“ (1979; 3. Auflage 1995), eine Einführung in die Grundbegriffe der Satzlehre.

Weitere Arbeiten befassen sich mit Textkorpora, also geordneten Sammlungen von Texten, sowie mit der Verbindung von Lexikographie und Grammatik. Dazu gehören „Empirische Textwissenschaft“ (1979, herausgegeben mit Burkhard Schaeder), „Lexikographie und Grammatik“ (1985, herausgegeben mit Joachim Mugdan) und der Beitrag „Deskriptive Lexikographie“ (1985, mit Burkhard Schaeder). In „Das Wortfeld ‚Angst‘“ (1980) untersuchte Bergenholtz den Gefühlswortschatz und entwickelte Vorschläge für ein großes interdisziplinäres Wörterbuch der deutschen Sprache. Später beschäftigte er sich auch mit historischer Grammatik, Wortbildung und der historischen Bedeutung von Gefühlswörtern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Fachlexikographie, also die Darstellung von Fachwissen in Wörterbüchern. Dazu veröffentlichte er unter anderem „Fachlexikographie“ (1994, herausgegeben mit Burkhard Schaeder) und „Manual of specialised lexicography“ (1995). Mit Pedro A. Fuertes-Olivera gab er 2011 „E-lexicography“ heraus, ein Werk über das Internet, digitale Initiativen und Lexikographie. 2013 schrieb er über Angaben zur Wortbildung in elektronischen Wörterbüchern und deren Nutzen für den Zugriff auf andere Datentypen sowie für kommunikative und kognitive Informationsbedürfnisse.

Zu seinen besonderen lexikografischen Arbeiten gehören die Herausgabe eines „Madagassisch-deutschen Wörterbuchs“ (1991) und eines „Deutsch-madagassischen Wörterbuchs“ (1994). Eine ihm gewidmete Festschrift erschien 2009 unter dem Titel „Lexicography in the 21st century. In honour of Henning Bergenholtz“, herausgegeben von Sandro Nielsen.

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