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Hanne Hvidtfeldt Christiansen

Hanne Hvidtfeldt Christiansen (* 28. März 1965) ist eine dänische Geographin. Sie ist Professorin für physikalische Geographie, stellvertretende Lehrdekanin …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Beruflicher Werdegang
  3. 3. Forschung zu Permafrost und Klima
  4. 4. Ausgewählte Veröffentlichungen

Person und Bedeutung

Hanne Hvidtfeldt Christiansen (* 28. März 1965) ist eine dänische Geographin. Sie arbeitet als Professorin für physikalische Geographie am University Centre in Svalbard (UNIS) auf Spitzbergen. Außerdem ist sie dort stellvertretende Lehrdekanin und Abteilungsleiterin.

Wichtig ist sie vor allem durch ihre Forschung zu Permafrostböden. Permafrost bezeichnet dauerhaft gefrorene Böden in Kälteregionen. Christiansens Arbeit ist für das Verständnis des Klimawandels bedeutsam, weil auftauender Permafrost Treibhausgase freisetzen kann und dadurch den Klimawandel weiter verstärkt.

Beruflicher Werdegang

Von 2002 bis 2003 war Christiansen Postdoktorandin in der Abteilung für Geowissenschaften an der Universität Oslo. Später wurde sie zur Professorin am UNIS auf Spitzbergen berufen.

Im Jahr 2018 wurde sie zur stellvertretenden Lehrdekanin am UNIS ernannt. Seit Juni 2016 ist sie Präsidentin der International Permafrost Association.

Forschung zu Permafrost und Klima

Christiansens Forschung befasst sich häufig mit Permafrostböden. Sie nahm an umfangreichen Expeditionen auf Grönland und Spitzbergen teil. Ziel dieser Arbeiten war es, die Gefahren für das Erdklima durch das Auftauen gefrorener Böden zu untersuchen.

An einer viel beachteten Studie aus dem Jahr 2019 zu Permafrostböden war Christiansen beteiligt. Darin wurde gezeigt, dass Tausende Jahre altes Eis in Böden der weltweiten Kälteregionen an vielen Stellen deutlich schneller taut als erwartet. Dadurch werden große Mengen Treibhausgase aus den Böden freigesetzt. Das kann den Klimawandel massiv beschleunigen.

Diese Ergebnisse lieferten einen wichtigen Beleg für Kippelemente im Erdsystem. Kippelemente sind Bestandteile des Klimasystems, die sich ab einem bestimmten Punkt stark und möglicherweise schwer umkehrbar verändern können.

Ausgewählte Veröffentlichungen

Zu Christiansens ausgewählten Veröffentlichungen gehört der Aufsatz „Windpolished boulders and bedrock in the Scottish Highlands: evidence and implications of Late Devensian wind activity“, erschienen 2004 in Boreas, Band 33, Nr. 1, S. 82–94, doi:10.1111/j.1502-3885.2004.tb00998.x.

Mit Bo Elberling und Birger U. Hansen veröffentlichte sie 2010 „High nitrous oxide production from thawing permafrost“ in Nature Geoscience Letters, doi:10.1038/ngeo803.

2019 war sie an der Studie „Permafrost is warming at a global scale“ beteiligt, veröffentlicht von Boris K. Biskaborn, Hanne H. Christiansen et al. in Nature Communications, Band 10, Nr. 264, doi:10.1038/s41467-018-08240-4.

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