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Handelskapitalismus

In der von Werner Sombart als Frühkapitalismus bezeichneten Periode bildet er das Zwischenglied zwischen dem im Spätmittelalter seit dem 13. Jahrhundert sich …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Grundbegriff
  2. 2. Einordnung

Grundbegriff

Handelskapitalismus ist ein Begriff, den Historiker und Soziologen wie Immanuel Wallerstein, James Fulcher und Friedrich Lenger verwenden. In globalhistorischer Perspektive bezeichnet er nach Friedrich Lenger eine Geschichtsperiode, die dem Industriekapitalismus vorausging und mit dem Fernhandel im späten 15. Jahrhundert begann.

Der Wesenskern des Handelskapitalismus ist Kapitalinvestition „in Erwartung von Gewinn durch Ausnützen von Tausch-Chancen“ in der Sphäre des Handelns. Das bedeutet: Kapital wird eingesetzt, um durch Handel und Austausch Gewinn zu erzielen.

Einordnung

Nach Jonathan Levy sind Handelskapitalismus und Industriekapitalismus unterschiedliche Investitionsregimes. Sie unterscheiden sich also darin, wie Kapital eingesetzt wird und wo Gewinne erwartet werden.

In der von Werner Sombart als Frühkapitalismus bezeichneten Periode bildet der Handelskapitalismus ein Zwischenglied: Er steht zwischen dem im Spätmittelalter seit dem 13. Jahrhundert sich auflösenden Feudalsystem durch den Kaufmannskapitalismus, wie Jürgen Kocka ihn beschreibt, und dem im späten 18. Jahrhundert aufkommenden Industriekapitalismus.

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