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Geschichte in Quellen

Geschichte in Quellen ist ein siebenbändiges Quellenwerk, das unter Beratung von Helmut Beumann, Fritz Taeger und Fritz Wagner von Wolfgang Lautemann und …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Aufbau und Ziel
  2. 2. Die sieben Bände
  3. 3. Bedeutung als Schulbuch und Lesebuch

Aufbau und Ziel

„Geschichte in Quellen“ ist ein siebenbändiges Quellenwerk zur deutschen und allgemeinen Geschichte. Es versammelt historische Originalquellen und richtet sich neben einem historisch interessierten Publikum vor allem an Schulen. Ziel war ein anschaulicher und lebendiger Geschichtsunterricht, bei dem Schülerinnen und Schüler Geschichte anhand von Dokumenten kennenlernen.

Das Werk wurde unter Beratung von Helmut Beumann, Fritz Taeger und Fritz Wagner von Wolfgang Lautemann und Manfred Schlenke herausgegeben. Die einzelnen Bände bearbeiteten Günter Schönbrunn, Fritz Dickmann, Walter Arend, Karlheinz Reif und Helmut Krause. Die Herausgeber waren Professoren an der Universität Marburg und Lehrer am Marburger Gymnasium Martin-Luther-Schule.

Die Arbeit begann 1955. Als Erscheinungsfolge werden zunächst die Jahre 1962, 1965 und 1966 genannt; nach einer Unterbrechung von mehr als zehn Jahren erschienen weitere Bände 1978, 1980 und 1981. Die Bände wurden im Bayerischen Schulbuch-Verlag veröffentlicht.

Die Quellen werden nicht durchgehend ausführlich kommentiert. Stattdessen enthalten die Teilkapitel kurze Einführungen; Anmerkungen zu einzelnen Quellen gibt es dort, wo sie erforderlich sind. Dadurch bleibt der Schwerpunkt auf der unmittelbaren Beschäftigung mit den historischen Dokumenten.

Die sieben Bände

Die ursprüngliche Planung sah fünf Bände vor. Durch die zusätzliche Aufnahme eines Bandes zur Französischen Revolution wurde die ursprüngliche Bandzählung aufgegeben.

  • Band 1 behandelt das Altertum mit den Bereichen Alter Orient, Hellas und Rom. Er wurde von Walter Arend bearbeitet und erschien 1965 in München; genannt werden außerdem eine 2. durchgesehene Auflage von 1975 und eine 3. Auflage von 1978.
  • Band 2 behandelt das Mittelalter unter dem Schwerpunkt „Reich und Kirche“. Bearbeiter war Wolfgang Lautemann. Der Band erschien 1970 in München; eine 2. durchgesehene Auflage wird für 1978 genannt.
  • Band 3 behandelt Renaissance, Glaubenskämpfe und Absolutismus. Er wurde von Fritz Dickmann bearbeitet und erschien 1966 in München; weitere Auflagen werden für 1976 und 1982 genannt.
  • Band 4 behandelt die Amerikanische und Französische Revolution. Bearbeiter war Wolfgang Lautemann; der Band erschien 1981 in München.
  • Band 5 behandelt das bürgerliche Zeitalter von 1815 bis 1914. Er wurde von Günter Schönbrunn bearbeitet und erschien 1980 in München.
  • Band 6 behandelt Weltkriege und Revolutionen von 1914 bis 1945. Bearbeiter war ebenfalls Günter Schönbrunn. Der Band wird mit München 1961 und einer 2. Auflage von 1970 angegeben.
  • Band 7 behandelt die Welt seit 1945. Bearbeitet wurde er von Helmut Krause und Karlheinz Reif; er erschien 1980 in München.

Damit reicht die zeitliche Gliederung vom Altertum bis zur Welt seit 1945 und umfasst politische, religiöse, gesellschaftliche und revolutionäre Entwicklungen.

Bedeutung als Schulbuch und Lesebuch

Friedrich Andrae würdigte die Edition in einer Besprechung des zweiten Bandes „Mittelalter: Reich und Kirche“ in der Wochenzeitung „Die Zeit“. Er bezeichnete das Werk zugleich als Schulbuch und als darüber hinausgehendes Lesebuch. Seiner Einschätzung zufolge sollte keine Schule und kein Geschichtslehrer auf dieses Hilfsmittel für einen anschaulich-lebendigen Unterricht verzichten. Die Bände seien außerdem für alle geeignet, die Geschichte nicht nur aus zweiter Hand lernen, sondern sie anhand der Quellen unmittelbar „nacherleben“ wollten.

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