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Georg Gottlieb Tischer
Georg(e) Gottlieb Tischer war ein kurfürstlich-sächsischer Beamter. Er war Kammerkommissionsrat und Amtmann in Zeitz sowie Rittergutsbesitzer.
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Amt und Bedeutung
Georg(e) Gottlieb Tischer war ein Beamter des Kurfürstentums Sachsen. Er bekleidete mehrere Verwaltungsämter: Er war Kammerkommissionsrat, Amtmann und Steuereinnehmer. Außerdem besaß er ein Rittergut und übte in Würchwitz als Erb-, Lehn- und Gerichtsherr grundherrliche und gerichtliche Rechte aus.
Verwaltungslaufbahn und Stiftung
Tischer schlug eine juristische Verwaltungslaufbahn ein. 1723 ist er als Amtmann in Leisnig nachweisbar. Später arbeitete er in Zeitz gleichzeitig als Kammerkommissionsrat, Amtmann und Steuereinnehmer; dort wird er bereits 1738 erwähnt.
Beim Verkauf seines Ritterguts Würchwitz stiftete Tischer 1770 ein Legat, also eine testamentarisch bestimmte Zuwendung, zugunsten Johann Christian Schubarths. Von den Kaufgeldern sollten 200 Taler als dauerhaft gebundenes Kapital erhalten bleiben. Nach Tischers Tod waren die Zinsen daraus für zwei arme Scholaren, das heißt Schüler, der Stadtschule zu Zeitz bestimmt.
Familie
Tischer war mit Johanna Dorothea Tischer, geborene Clauer aus Dresden, verheiratet. Sie starb frühzeitig am 13. Februar 1758 in Zeitz; aus diesem Anlass wurde eine Leichenpredigt gedruckt.
Sein Sohn Johann Carl Tischer folgte ihm als Amtmann in Zeitz nach. Wegen Unregelmäßigkeiten wurde der Sohn 1801 aus dem öffentlichen Dienst suspendiert.
Die Tochter Henrietta Amalia Tischer wurde am 27. Juni 1743 in Zeitz geboren und starb am 17. April 1772 in Jena. Am 22. November 1762 heiratete sie in Zeitz den Rechtswissenschaftler Karl Friedrich Walch (1734–1799). Ihre Tochter Charlotta Amalia Walch wurde am 1. November 1763 in Jena geboren und starb 1834.