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Gegenbewegung (Kontrapunkt)
In der musikalischen Kontrapunktlehre ist die Gegenbewegung (lat. motus contrarius) das Bewegungsverhältnis zweier Stimmen, von denen eine steigt und die …
Gegenbewegung im Kontrapunkt
Die Gegenbewegung, lateinisch motus contrarius, ist ein Begriff aus der musikalischen Kontrapunktlehre. Sie beschreibt das Bewegungsverhältnis zweier Stimmen: Eine Stimme steigt, während die andere fällt.
Sie ist wichtig, weil sie als sicheres Mittel gilt, um verbotene Parallelen zu vermeiden. Verbotene Parallelen entstehen im kontrapunktischen Satz, wenn zwei Stimmen sich in gleicher Richtung in bestimmten Intervallen parallel bewegen, die nach den Regeln des Satzes nicht erlaubt sind.
Eine Einschränkung gibt es jedoch: Die Gegenbewegung von einer perfekten Konsonanz in ein oktavidentisches Intervall ist im geringstimmigen Satz ebenfalls verboten. Diese verbotene Form heißt Antiparallele. Beispiele für solche oktavidentischen Intervallverhältnisse sind Quinte–Duodezime und Oktave–Einklang.