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Franz Prüß

Franz Prüß (* 17. Juni 1945 in Boizenburg/Elbe) ist ein deutscher Sozialpädagoge und Hochschullehrer. Inhaltsverzeichnis. 1 Leben; 2 Schriften (Auswahl) …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Hochschullaufbahn
  4. 4. Arbeitsschwerpunkte
  5. 5. Ausgewählte Schriften

Person und Bedeutung

Franz Prüß (* 17. Juni 1945 in Boizenburg/Elbe) ist ein deutscher Sozialpädagoge und Hochschullehrer. Sozialpädagogik befasst sich mit Bildung, Erziehung und sozialer Unterstützung, besonders dort, wo Schule, Jugendhilfe und gesellschaftliche Lebensbedingungen zusammenwirken. Prüß ist vor allem mit schulbezogener Jugendhilfe, Schulentwicklung und Sozialpädagogik verbunden.

Ausbildung und beruflicher Weg

Von 1961 bis 1964 studierte Prüß an der Pädagogischen Schule Schwerin das Grundschullehramt für Deutsch, Mathematik und Sport. Danach arbeitete er von 1964 bis 1967 als Lehrer an der Polytechnischen Oberschule Grabowhöfe.

Von 1967 bis 1971 absolvierte er ein postgraduales Studium an der PH Güstrow. Anschließend war er bis 1978 an Polytechnischen Oberschulen in Waren/Müritz und Zehna als Lehrer für Deutsch, Biologie und Sport tätig.

Hochschullaufbahn

1978 wechselte Franz Prüß an die Pädagogische Hochschule Güstrow. Dort war er zunächst planmäßiger Aspirant, ab 1979 wissenschaftlicher Assistent. 1981 promovierte er zum Dr. paed.; 1982 wurde er Oberassistent.

1986 habilitierte er sich an der PH Erfurt. 1988 wurde er zum Hochschuldozenten an der PH Güstrow berufen. Von 1993 bis 1994 war er Professor (C3) für Sozialpädagogik an der Universität Rostock. Von 1994 bis 2011 war er Professor (C4) für Schulpädagogik und schulbezogene Bereiche der Sozialpädagogik in Greifswald. 2011 wurde er an der Universität Greifswald emeritiert, also aus dem aktiven Professorendienst verabschiedet.

Arbeitsschwerpunkte

Prüß’ Arbeitsschwerpunkte liegen in drei Bereichen: der Entwicklung der schulbezogenen Jugendhilfe, der Schulentwicklung unter besonderem Aspekt der Ganztagsschulen sowie der Entwicklung der Sozialpädagogik und Sozialarbeit in Osteuropa.

Schulbezogene Jugendhilfe bedeutet die Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule, um Schülerinnen und Schüler nicht nur beim Lernen, sondern auch in ihrer sozialen Entwicklung zu unterstützen. Ganztagsschulen sind Schulen, in denen Unterricht, Betreuung und weitere Bildungsangebote über einen größeren Teil des Tages organisiert werden.

Ausgewählte Schriften

Zu Prüß’ ausgewählten Veröffentlichungen gehören Arbeiten zur Didaktik, Erziehungstheorie, Kooperation von Schule und Jugendhilfe sowie Suchtprävention.

Genannt werden: „Das Vergewissern als didaktische Funktion. Ihre theoretischen Grundlagen und praktischen Realisierungsmöglichkeiten“ von 1981; „Zur Notwendigkeit und Möglichkeit einer synthetisierend-funktionalen Betrachtungsweise des Erziehungsprozesses“ von 1987; „Schule als Sozial- und Lernort. Zur Kooperation von Jugendhilfe und Schule“ von 2003; sowie „Grenzüberschreitende Suchtprävention. 10 Jahre grenzüberschreitendes Netzwerk in der Suchtvorbeugung für die Euroregion Pomerania“ von 2012, ISBN 978-3-935039-73-4.

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