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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Farhana Sultana

Ihre Forschung untersucht den Einfluss von Wassermanagement und Klimawandel auf die Gesellschaft. In ihrem ersten Buch The Right to Water: Politics …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Fachgebiet und Bedeutung
  2. 2. Ausbildung, Forschung und Auszeichnungen

Fachgebiet und Bedeutung

Farhana Sultana ist eine bangladeschisch-US-amerikanische Geografin und Umweltwissenschaftlerin. Sie ist Associate Professor für Geografie an der Syracuse University und Forschungsdirektorin des Programms für Umwelt-Zusammenarbeit und -Konflikte an der Maxwell School of Citizenship and Public Affairs.

Ihre Forschung befasst sich damit, wie Wassermanagement und Klimawandel die Gesellschaft beeinflussen. Ein Schwerpunkt ist das Recht auf Wasser, also die Frage, wie Menschen Zugang zu Trinkwasser erhalten und welche politischen, sozialen und menschenrechtlichen Konflikte damit verbunden sind. Ihr erstes Buch heißt The Right to Water: Politics, Governance and Social Struggles (deutsch: Das Recht auf Wasser: Politik, Regierung und Soziale Spannungen).

Ausbildung, Forschung und Auszeichnungen

Sultana erwarb 1996 ihren Bachelor in Geowissenschaften an der Princeton University, den sie cum laude abschloss. Danach studierte sie auf Master an der University of Minnesota und war dort John D. and Catherine T. MacArthur Foundation-Fellow. Von 1998 an arbeitete sie drei Jahre beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) als Programmleiterin für Umweltarbeit in Bangladesch. Dabei arbeitete sie mit Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Ab 2001 schrieb sie an der University of Minnesota ihre Doktorarbeit in Geografie.

In ihrer Forschung untersuchte sie Überflutungen, Korruption in der Garnelenzucht sowie die Folgen von Arsenbelastung für arme Bevölkerungsgruppen, besonders für Frauen. Sie betonte, dass neben technischen, ökologischen, medizinischen und ingenieurtechnischen Fragen auch die Auswirkungen auf das tägliche Leben armer Menschen und geschlechtsspezifische Fragen berücksichtigt werden müssen.

2005 war Sultana Visiting Fellow an der School of Environment and Development der University of Manchester. 2006 wechselte sie als Assistant Professor an das King’s College London. Seit 2008 ist sie an der Syracuse University tätig; seit 2017 ist sie zudem Visiting Fellow des International Centre for Climate Change and Development. Weitere Themen ihrer Forschung sind Wasserverwaltung und sozialer Wandel, politische Auswirkungen des Klimawandels sowie die Dekolonialisierung von Systemen und Institutionen.

Am Beispiel Bangladeschs analysierte sie, wie Gender, Klasse und Regeln das Wassermanagement prägen. Überflutungen gehören dort zur Landschaft und verbessern landwirtschaftlich genutzte Flächen, während starkes Bevölkerungswachstum das Land belastet. Sie erforschte außerdem Folgen städtischer Wasserverwaltung für arme Bevölkerungsteile, das Verständnis des Rechts auf Wasser sowie politische Auseinandersetzungen um den Ganges und die Auswirkungen von Flussveränderungen auf Leben und Wirtschaft.

2019 erhielt Sultana den Glenda Laws Award der American Association of Geographers. Sie war außerdem Mitunterzeichnerin der „Rome Declaration on the Human Right to Water“ neben Papst Franziskus.

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