Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Exzellenzcluster CECAD

Der Fokus der Forschung liegt in der Erforschung molekularer Mechanismen des Alterns um somit therapeutische Ansätze für altersassoziierte Erkrankungen ableiten …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Forschungsziel
  2. 2. Entstehung und Förderung
  3. 3. Aufbau und Forschungsbereiche
  4. 4. Graduiertenschule für Altersforschung

Überblick und Forschungsziel

Das Exzellenzcluster Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD) ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund der Universität zu Köln und des Max-Planck-Instituts für die Biologie des Alterns. Es betreibt biomedizinische Grundlagenforschung zu molekularen Mechanismen des Alterns und zu altersassoziierten Erkrankungen. Ziel ist, aus diesem Verständnis therapeutische Ansätze für solche Erkrankungen abzuleiten.

Für die Untersuchung menschlicher Erkrankungen nutzt CECAD Modellorganismen: Taufliege (Drosophila melanogaster), Hausmaus, Fadenwurm und Zebrafisch. Modellorganismen sind Lebewesen, an denen biologische Vorgänge erforscht werden, um Erkenntnisse über andere Organismen, hier den Menschen, zu gewinnen.

Entstehung und Förderung

CECAD wurde 2007 in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern gegründet. Zunächst erhielt das Cluster für fünf Jahre etwa 6,5 Millionen Euro pro Jahr.

Am 15. Juni 2012 entschied die DFG, die Förderung um weitere fünf Jahre zu verlängern. Im Januar 2019 begann im Rahmen der Exzellenzstrategie eine dritte Förderperiode von sieben Jahren.

Zur Vernetzung der Arbeitsgruppen bewilligte der Wissenschaftsrat 2007 den CECAD-Forschungsneubau. Die Kosten von 85 Millionen Euro werden zwischen dem Bund und dem Land Nordrhein-Westfalen geteilt. Der erste Spatenstich fand im September 2009 statt; eingeweiht wurde das Gebäude im Frühjahr 2013.

Aufbau und Forschungsbereiche

Den Kern von CECAD bilden die mathematisch-naturwissenschaftliche und die medizinische Fakultät der Universität zu Köln. Das Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns, das in Köln gegenüber von CECAD liegt, ist eng assoziiert. Beteiligt sind etwa 40 Arbeitsgruppen aus mehr als zehn fakultätsübergreifenden Instituten, darunter das Institut für Genetik, das Cologne Center for Genomics, das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung und das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen.

Die Altersforschung gliedert sich in vier Bereiche:

  • A: Stressreaktionen der Zelle.
  • B: Alterung von Membranen und altersabhängige Defekte der Abwehr von Erregern.
  • C: Entzündungen im Zusammenhang mit altersassoziierten Erkrankungen.
  • D: Metabolische Signalwege im Zusammenhang mit altersassoziierten Erkrankungen.

Jede Arbeitsgruppe ist einem oder mehreren dieser Bereiche zugeordnet. Wissenschaftliche Koordinatorin ist Carien Niessen; Thomas Benzing und Thorsten Hoppe von der Universität zu Köln sind stellvertretende Sprecher.

Graduiertenschule für Altersforschung

Die Cologne Graduate School of Ageing Research wurde 2013 gegründet. Sie ist eine Kooperation der Graduate School of the Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases (CECAD) und der International Max Planck Research School for Ageing (IMPRS AGE). Partner sind CECAD, das Max-Planck-Institut für die Biologie des Alterns, das Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, das Forschungszentrum caesar und das Universitätsklinikum Köln.

Die Graduiertenschule ermöglicht besonders talentierten Studierenden eine Promotion in der Altersforschung; den Doktorgrad verleiht die Universität zu Köln. Seit 2019 gibt es außerdem ein Master-Fellowship-Programm für exzellente und motivierte Studierende der Studiengänge Biological Science oder Biochemie an der Universität zu Köln, die während ihres Masterstudiums mehr über Alternsforschung erfahren möchten.

Weiterlesen