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Europäisches Forum für Außenwirtschaft, Verbrauchsteuern und Zoll
Er agiert als Forum für Zoll-, Verbrauchssteuer- und Außenwirtschaftsrecht und veranstaltet jährlich den „Europäischen Zollrechtstag“. Der Verein wurde 1988 als …
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Überblick und Bedeutung
Das Europäische Forum für Außenwirtschaft (EFA) ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Münster. Es dient als Forum für Recht und Praxis der Exportkontrolle, der Lieferkette, der Nachhaltigkeit, der Verbrauchsteuern und des Zolls. Damit befasst es sich besonders mit rechtlichen und praktischen Fragen des grenzüberschreitenden Warenverkehrs.
Der Verein wurde 1988 als „Deutsche Zolljuristische Vereinigung“ gegründet. Bis 2024 hieß er „Europäisches Forum für Außenwirtschaft, Verbrauchsteuern und Zoll e. V.“. Vorsitzender ist Lothar Harings; als stellvertretende Vorsitzende werden Sandra Rinnert und Frank Görtz genannt. Das EFA hat etwa 280 Mitglieder.
Zielsetzung und Mitglieder
Das EFA ist im deutschsprachigen Raum eine Plattform für den wissenschaftlichen Gedankenaustausch und den praktischen Erfahrungsaustausch im Außenwirtschafts-, Verbrauchsteuer- und Zollrecht. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der beruflichen Praxis sollen dabei zusammengeführt werden.
Mitglied können Personen, Unternehmen und Institutionen werden, die an der Entwicklung von Rechts- und Praxisfragen des grenzüberschreitenden Warenverkehrs interessiert sind. Die rund 280 Mitglieder kommen aus Verwaltung, Justiz, Beratung, Wirtschaft, Wissenschaft und Lehre. Dadurch sind unterschiedliche Perspektiven auf Zoll- und Außenwirtschaftsfragen vertreten.
Europäische Zollrechtstage
Das EFA veranstaltet jedes Jahr in Deutschland oder im deutschsprachigen Ausland den „Europäischen Zollrechtstag“. An diesen Veranstaltungen nehmen regelmäßig mehr als 350 Personen teil, vorwiegend aus Europa und teilweise auch aus außereuropäischen Staaten.
Namhafte Referenten behandeln die jeweils aktuellen Themen. In Diskussionsrunden können alle Teilnehmer eigene Gedanken und Anregungen einbringen. Die Vorträge und Diskussionen werden anschließend in Fachzeitschriften und Tagungsbänden dokumentiert. Die Zollrechtstage sind damit ein wichtiges Mittel des EFA, um aktuelle Entwicklungen zu erörtern und Wissen zwischen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis auszutauschen.
Schriftenreihe EFA-SCHRIFTEN
Seit 2001 gibt das EFA die Schriftenreihe „EFA-SCHRIFTEN“ kostenlos heraus. Neben den Tagungsbänden der Europäischen Zollrechtstage erscheinen darin fachwissenschaftliche Abhandlungen.
Die bis Band 56 aufgeführten Veröffentlichungen behandeln ein breites Spektrum. Dazu gehören unter anderem europäisches Zollrecht, Zollpräferenzen, Zollunion und Binnenmarkt, Ausfuhrerstattungen, Exportkontrolle, Dual-use-Waren, Wirtschaftssanktionen, Zollwert und Verrechnungspreise, Zollkontrollen und Risikomanagement. Weitere Schwerpunkte sind die Tätigkeit des Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung (OLAF), der Schutz finanzieller Interessen der Europäischen Gemeinschaft, WTO-Recht, Trade Facilitation, E-Government-Verfahren wie ATLAS, Grundrechte bei Zollkontrollen sowie der Zusammenhang von Sicherheit, Freihandel und Klimaschutz.
Ein Teil der Bände dokumentiert konkrete Europäische Zollrechtstage, etwa zu Themen wie eCustoms, internationalem Risikomanagement, der europäischen Zollunion, dem Dialog zwischen Zoll und Wirtschaft, Sicherheit und Freihandel oder Entwicklungen im internationalen Handel. Andere Bände sind eigenständige wissenschaftliche Untersuchungen zu einzelnen Rechtsfragen.