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Erich Kästner Museum

Das Erich Kästner Museum in Dresden, der Geburtsstadt des Dichters, wurde 1999 gegründet und im Jahr 2000 eröffnet. Es befindet sich in der „Villa Augustin“ …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Museum und Standort
  2. 2. Aufbau und Funktionsweise
  3. 3. Wanderausstellung und weitere Projekte

Museum und Standort

Das Erich Kästner Museum ist ein Literaturmuseum in Dresden, der Geburtsstadt des Dichters Erich Kästner. Es wurde 1999 gegründet und 2000 eröffnet. Sein Standort ist die „Villa Augustin“ an der Antonstraße 1 und am Albertplatz in der Inneren Neustadt.

In der Villa lebte Kästners Onkel Franz Augustin, ein wohlhabender Pferdehändler und Bruder seiner Mutter. Der junge Erich Kästner besuchte ihn häufig. Mehrere Orte in der Umgebung erscheinen in Kästners Erzählband „Als ich ein kleiner Junge war“. Die Nutzung als Museum belebte die Villa neu und gilt als Beispiel für eine dynamische Denkmalpflege.

Aufbau und Funktionsweise

Das von Ruairí O’Brien entworfene Museum ist ein mobiles und interaktives „micromuseum“. Im geschlossenen Zustand bildet es einen nur 3 × 2 × 1,2 Meter großen Quader. Seine Gestaltung beruht auf Piktogrammen, also vereinfachten Bildzeichen.

Die Museumsarchitektur umfasst einen Multimediakern mit Originalexponaten, Videos und Büchern sowie 13 bewegliche Module mit verschiedenfarbigen Schubladen. Jede Farbe behandelt einen anderen Aspekt von Erich Kästners Leben und Werk. Besucher erschließen sich die Inhalte selbst, indem sie Materialien anfassen, lesen und ausprobieren.

Es gibt keinen vorgeschriebenen linearen Rundgang. Stattdessen wählen die Besucher ihre Route und ihr Tempo selbst. Dieses Konzept verbindet Interaktivität mit entdeckendem Lernen und ist ein besonderes Merkmal des Museums. Der autarke Holzquader ist außerdem ressourcensparend, benötigt wenig Platz und kann sowohl in kleinen als auch in großen Ausstellungsräumen eingesetzt werden.

Wanderausstellung und weitere Projekte

Nach dem Vorbild von Kästners Werk „Das doppelte Lottchen“ besitzt das Museum einen reisenden Zwilling: die „Travelling Micromuseum Exhibition“. Diese Wanderausstellung wurde 2014 eröffnet und war seitdem unter anderem in Washington D. C., Omsk, London und Tokio zu sehen.

Ein ähnlich aufgebautes Dresdner Museum ist das derzeit nicht aufgebaute Plattenbaumuseum in der Johannstadt, das ebenfalls auf einem Konzept Ruairí O’Briens beruht. 2015 startete das Erich Kästner Museum außerdem das Projekt „Museum ohne Wände – Erich Kästner Viertel“.

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