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Eine Handvoll Noten

Eine Handvoll Noten ist ein deutscher Musikfilm der DEFA von Otto Schneidereit und Helmut Spieß aus dem Jahr 1961. Film. Titel, Eine Handvoll Noten.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Handlung
  3. 3. Entstehung und Veröffentlichung
  4. 4. Musik und Mitwirkende
  5. 5. Kritische Aufnahme

Überblick

Eine Handvoll Noten ist ein deutscher Musikfilm der DEFA aus der DDR. Er erschien 1961, ist 80 Minuten lang und wurde in deutscher Sprache gedreht. Regie führten Otto Schneidereit und Helmut Spieß; das Drehbuch schrieb Otto Schneidereit. Die Musik stammt von Martin Hattwig, die Kamera führte Otto Hanisch, der Schnitt lag bei Anneliese Hinze-Sokolow.

Der Film verbindet eine Handlung über Berufswahl, Musik und junge Liebe mit dem Umfeld einer industriellen Großbäckerei. Im Mittelpunkt steht Andreas Blume, der nicht die Bäckerei seines Vaters übernehmen, sondern Trompeter werden und in Berlin Musik studieren möchte.

Handlung

Andreas soll die kleinstädtische Bäckerei seines Vaters übernehmen. Sein eigentliches Interesse gilt aber dem Trompetenspiel. Er möchte dieses Hobby zum Hauptberuf machen und deshalb in Berlin ein Musikstudium beginnen. Sein Vater ist dagegen, wodurch ein Konflikt entsteht.

Um dem Streit auszuweichen, nimmt Andreas in Berlin eine Stelle in einer Großbäckerei an. Diese Arbeit hat ihm sein Freund Paul Steinmetz besorgt, der dort bereits beschäftigt ist. In dem Betrieb lernt Andreas die Bürokraft Gerti Oswald kennen, für die Paul sich interessiert, sowie Hannchen Hasemann. Hannchen arbeitet als Verkäuferin in einer Backwarenverkaufsstelle in Berlin-Friedrichshagen und besucht in der Großbäckerei eine Weiterbildung. Dabei soll sie lernen, den Kunden die Qualität und Vielfalt industriell hergestellter Backwaren zu vermitteln.

Bei einem Rundgang durch den Betrieb trifft Andreas zufällig auf die Betriebskapelle, die gerade für ein Betriebsfest probt. Weil der Trompeter schlecht spielt, springt Andreas ein. Er hat dabei so großen Erfolg, dass er bald die Leitung der Kapelle übernimmt.

Als Andreas’ Vater ihn in Berlin besucht, erkennt er, dass Brot aus der Fabrik genauso gut schmeckt wie Brot vom Bäcker. Am Abend sieht er Andreas beim Betriebsfest auftreten, ist begeistert und stimmt schließlich dem Musikstudium zu. Auch der Betrieb ist von Andreas’ musikalischem Talent überzeugt und delegiert ihn zum Studium. Nach mehreren Liebesverwicklungen, die durch Missverständnisse entstehen, finden am Ende Andreas und Hannchen sowie Paul und Gerti zusammen.

Entstehung und Veröffentlichung

Eine Handvoll Noten wurde unter den Arbeitstiteln Der glücklichste Mensch und Glückliche Menschen gedreht. Der Film entstand in Totalvision. Obwohl die Handlung in Berlin spielt, ist von der Stadt im Film fast nichts zu sehen.

Während der Dreharbeiten wurde der ursprüngliche Regisseur Helmut Spieß wegen Differenzen mit dem Librettisten, Schauspieler und Autor Otto Schneidereit abgesetzt. Dadurch erhielt Schneidereit die Möglichkeit, seinen eigenen Stoff selbst zu verfilmen.

Premiere hatte Eine Handvoll Noten am 25. Dezember 1961 im Berliner Filmtheater am Friedrichshain. Im Fernsehen der DDR wurde der Film erstmals am 12. Dezember 1962 auf DFF 1 gezeigt.

Musik und Mitwirkende

Im Film sind zahlreiche Musikinterpreten zu hören. Genannt werden unter anderem die 4 Pico-Bellos, 4 Teddies, die Colibris, das DEFA-Sinfonieorchester unter der Leitung von Karl-Ernst Sasse, Fred Frohberg, die Martin-Möhle-Combo, das Tanzorchester des Berliner Rundfunks unter der Leitung von Günter Gollasch, das Tanzorchester Fips Fleischer und das Vineta Trio.

Heinz Quermann hat einen Gastauftritt als Verkäufer in einem Musikgeschäft. Zur Besetzung gehören unter anderem Günther Simon als Paul Steinmetz, Ingeborg Dirgardt als Hannchen Hasemann, Stefan Lisewski als Andreas Blume, Angela Brunner als Gerti Oswald, Albert Garbe als Vater Blume und Erika Dunkelmann als Mutter Blume.

Kritische Aufnahme

Die zeitgenössische Kritik fiel deutlich negativ aus. Die Junge Welt schrieb 1961, mit dem Film sei „der Punkt erreicht, wo man bald vom ‚Film ohne Inhalt’ sprechen muß.“ Kritisiert wurde unter anderem, dass ein leichter Stoff in Farbe und Totalvision umgesetzt wurde.

Die Berliner Zeitung bezeichnete den Film als „sehr zäh zusammengerührt“ und bemängelte, dass über Konflikte, die auch ein Lustspiel brauche, sehr schnell hinweggegangen werde. Stattdessen gebe es alte Gags und viele Szenen, deren Funktion unklar sei. Der film-dienst urteilte: „Viel Langeweile und Albernes auf Breitwandformat ausgebreitet“.

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