Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Deutsche Satiren

Deutsche Satiren ist der Titel zweier Sammlungen von Gedichten des deutschen Dichters und Dramatikers Bertolt Brecht. Der erste Teil enthält von Brecht im Exil …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Aufbau und erster Teil
  2. 2. Zweiter Teil und Nachkriegskritik

Aufbau und erster Teil

Deutsche Satiren ist der Titel zweier Gedichtsammlungen des deutschen Dichters und Dramatikers Bertolt Brecht. Der erste Teil entstand im Exil und erschien 1937 als Teil V der Svendborger Gedichte. Die Gedichte setzen sich satirisch mit dem nationalsozialistischen Regime, seiner Herrschaft, Propaganda und Ideologie auseinander.

Zum ersten Teil gehören: Die Bücherverbrennung; Traum von einer großen Miesmacherin; Der Dienstzug; Schwierigkeit des Regierens; Notwendigkeit der Propaganda; Die Verbesserungen des Regimes; Die Ängste des Regimes; Kanonen nötiger als Butter; Die Jugend und das Dritte Reich; Der Krieg soll gut vorbereitet sein; Die Liebe zum Führer; Was der Führer nicht weiß; Wörter, die der Führer nicht hören kann; Die Sorgen des Kanzlers; Trost vom Kanzler; Der Jude, ein Unglück für das Volk; Die Regierung als Künstler; Dauer des Dritten Reiches und Verbot der Theaterkritik.

Zweiter Teil und Nachkriegskritik

Die Gedichte des zweiten Teils schrieb Brecht 1945 unmittelbar nach Kriegsende in den USA. Dabei knüpfte er an die Satiren aus den Svendborger Gedichten an. Seine Haltung gegenüber der Entwicklung im westlichen Europa war kritisch und distanziert: Er meinte, der Faschismus sei nicht konsequent genug beseitigt worden und die Arbeiterschaft habe nicht den ihr gebührenden Platz erhalten.

Der zweite Teil umfasst die Gedichte Legalität, Der Nürnberger Prozeß und Der Krieg ist geschändet worden. Brechts nachträgliche Einschätzung der politischen Entwicklung fasste er Ende 1945 in dem Satz zusammen: „Der Zorn verwandelt sich in Gleichgültigkeit. Die Beziehungen werden wiederhergestellt, auf einer niedrigeren Plattform.“

Weiterlesen