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Datenframe

Ein Datenframe ist eine Protocol Data Unit auf der Sicherungsschicht (Schicht 2) des OSI-Modells. Er ist klar vom Datenpaket zu unterscheiden, das für die …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Aufbau
  2. 2. Aufbau eines Ethernet-Frames
  3. 3. Framegrößen und Nutzdaten
  4. 4. Beispiel mit IPv4 und TCP
  5. 5. MTU und Fragmentierung

Begriff und Aufbau

Ein Datenframe ist eine Protocol Data Unit (PDU), also eine abgeschlossene Dateneinheit, auf der Sicherungsschicht (Schicht 2) des OSI-Modells. Er darf nicht mit einem Datenpaket verwechselt werden: Dieses gehört zur Vermittlungsschicht (Schicht 3).

Ein Datenframe besteht aus drei Hauptteilen:

  • Der Header enthält die Ziel- und Quelladresse. Diese schichtspezifischen Adressen heißen auch Hardware- oder MAC-Adressen. Hinzu kommen Steuerinformationen für den Datenfluss, beispielsweise ein 802.1Q-Tag und der EtherType.
  • Die Nutzdaten enthalten das Paket der Vermittlungsschicht.
  • Der Trailer enthält die Frame Check Sequence, eine Prüfsumme zur Kontrolle der Datenintegrität.

Aufbau eines Ethernet-Frames

Bei Ethernet nach IEEE 802.3 enthält ein Frame nacheinander die MAC-Adresse des Empfängers mit 6 Oktetten, die MAC-Adresse des Absenders mit 6 Oktetten, optional ein 802.1Q-Tag mit 4 Oktetten, den EtherType mit 2 Oktetten, bis zu 1500 Byte Nutzdaten und die Frame Check Sequence mit 4 Oktetten. Ein Oktett entspricht dabei einem Byte.

Auf der Bitübertragungsschicht (Schicht 1) kommen eine Präambel mit 7 Oktetten, das Start-of-Frame-Feld mit 1 Oktett und nach der Übertragung ein Interpacket Gap mit 12 Oktetten hinzu. Diese Bestandteile gehören zum Ethernet-Paket auf Schicht 1 und nicht zum eigentlichen Datenframe auf Schicht 2.

Framegrößen und Nutzdaten

Ein Ethernet-Datenframe ist standardmäßig höchstens 1518 Byte groß. Davon sind 18 Byte für Header und Trailer reserviert, sodass 1500 Byte für Nutzdaten verfügbar bleiben.

Ein IEEE-802.1Q-Tag dient VLANs oder der Priorisierung. Wird dieses optionale Feld verwendet, wächst der Header um 4 Byte und die maximale Framegröße auf 1522 Byte. Die mögliche Nutzdatenmenge bleibt trotzdem bei 1500 Byte.

Die minimale Ethernet-Framegröße beträgt 64 Byte. Sie ist erforderlich, damit Kollisionen erkannt werden können. Deshalb müssen ohne 802.1Q-Tag mindestens 64 − 18 = 46 Byte Nutzdaten verwendet werden.

Beispiel mit IPv4 und TCP

Bei maximalen IPv4-/TCP-Daten kann die Nutzlast des Ethernet-Frames von 1500 Byte aus einem IP-Header mit 20 Byte und einer IP-Nutzlast mit 1480 Byte bestehen. Die IP-Nutzlast enthält wiederum einen TCP-Header mit 20 Byte und eine TCP-Nutzlast von 1460 Byte. Je nach tatsächlicher TCP-Nutzlast nennt die Übersicht für diesen Bereich (6–)1460 Byte.

MTU und Fragmentierung

Ein IP-Paket kann 64 kB groß sein und passt deshalb nicht immer in einen einzelnen Datenframe. Größere IPv4-Pakete werden vor der Übertragung auf Schicht 2 in Fragmente zerlegt, die jeweils in einen Datenframe passen. Dieser Vorgang heißt Fragmentierung.

Die Maximum Transmission Unit (MTU) gibt die größte IP-Paketgröße an, die über einen Netzwerk-Link übertragen werden kann, ohne das Paket fragmentieren zu müssen. IPv6 verwendet grundsätzlich Path MTU Discovery, um die geeignete MTU des Übertragungswegs zu bestimmen; dadurch ist keine Fragmentierung während des Transports notwendig.

Der zugrunde liegende Artikel weist darauf hin, dass seine Angaben nicht ausreichend mit Belegen abgesichert sind.

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