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DDR-Komitee für Menschenrechte

Das DDR-Komitee für Menschenrechte war eine gesellschaftliche Organisation in der DDR von 1959 bis 1990. ... Das Komitee vertrat die offizielle Politik der DDR …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Aufgaben
  2. 2. Gründung und Umbenennungen
  3. 3. Politische und internationale Tätigkeit
  4. 4. Leitung und Ende

Überblick und Aufgaben

Das DDR-Komitee für Menschenrechte war von 1959 bis 1990 eine gesellschaftliche Organisation in der DDR. Es setzte sich juristisch, humanitär und politisch für Personen ein, die in der Bundesrepublik verhaftet wurden oder wegen ihrer Mitgliedschaft in der 1956 verbotenen KPD angeklagt waren.

Gründung und Umbenennungen

Gegründet wurde die Organisation am 21. Mai 1959 auf Initiative des Bundesvorstandes des FDGB. Ihr ursprünglicher Name lautete „Komitee zum Schutze der Menschenrechte gegen militaristische Willkür und Klassenjustiz in Westdeutschland“.

Am 23. Oktober 1959 wurde sie in „Komitee zum Schutze der Menschenrechte“ umbenannt. Seit dem 21. Mai 1969 trug sie den Namen „DDR-Komitee für Menschenrechte“.

Politische und internationale Tätigkeit

Ein Schwerpunkt war die Unterstützung von Befreiungsbewegungen in Afrika, dem Nahen Osten, Lateinamerika und anderen Ländern im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen. Das Komitee forderte unter anderem die Freilassung der politischen Gefangenen Angela Davis, Luis Corvalán und Nelson Mandela.

Außerdem trat es für die Aufnahme der DDR als gleichberechtigtes Mitglied in die UNO ein. Nach der Aufnahme 1976 war es der offizielle Vertreter der DDR auf internationalen Menschenrechtskonferenzen. Dabei vertrat es die offizielle DDR-Politik zu Menschenrechten, die besonders soziale Sicherheiten und materielle Leistungen wie das Recht auf Arbeit, Wohnung und kostenlose medizinische Betreuung hervorhob.

Zu den in den 1980er Jahren entstandenen unabhängigen Menschenrechtsgruppen in der DDR hatte das Komitee fast keine Berührungsgebiete.

Leitung und Ende

Vorsitzende war Friedel Apelt von Mai 1959 bis 1989. Sekretär war Siegfried Forberger vom Jahr 1959 bis 1989.

Am 4. Januar 1990 löste sich das Komitee auf und gründete sich als Deutsche Liga für Menschenrechte in der DDR neu. Diese hieß ab dem 5. Januar 1991 Deutsche Liga für Schutz und Förderung der Menschenrechte e.V. und löste sich 1995 auf.

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