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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Dürre Enz

Die Dürre Enz ist ein kleines Fließgewässer im baden-württembergischen Oberriexingen. Sie entsteht nordöstlich des Ortes und mündet nach drei Kilometern …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick und Kenndaten
  2. 2. Verlauf des Baches
  3. 3. Einzugsgebiet und Landschaft
  4. 4. Natur und Schutzgebiete

Überblick und Kenndaten

Die Dürre Enz ist ein kleines Fließgewässer in Baden-Württemberg. Sie liegt im Landkreis Ludwigsburg, überwiegend im Gebiet der Gemeinde Oberriexingen, und gehört naturräumlich zum Neckarbecken. Der Bach entsteht nordöstlich von Oberriexingen und mündet nach einem etwa 3 km langen Lauf von links in die untere Enz. Über Enz, Neckar und Rhein fließt ihr Wasser schließlich in die Nordsee.

Die Gewässerkennzahl der Dürren Enz lautet DE: 23845932. Ihre Quelle liegt zwischen Feldern im Oberriexinger Gewann Lohenstein auf etwa 253 m ü. NHN bei 48° 56′ 45″ N, 9° 2′ 21″ O. Die Mündung befindet sich an der Kläranlage am Ostrand von Oberriexingen bei 48° 55′ 46″ N, 9° 2′ 0″ O und etwa 191 m ü. NHN. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von ungefähr 62 m und ein Sohlgefälle von etwa 21 ‰. Das Einzugsgebiet umfasst ungefähr 5,1 km².

Verlauf des Baches

Die Dürre Enz entspringt zwischen dem Gewerbepark Eichwald im Norden und dem Reutwald im Südwesten, inmitten von Feldern im Gewann Lohenstein. Am Oberlauf ist der Bach zunächst unbeständig, führt also nicht dauerhaft Wasser. Er verläuft anfangs nach Südwesten in Richtung Oberriexingen und fließt am linken Rand des Reutwaldes entlang.

Am rechten Ufer passiert er einen kleinen Fischteich mit einer Fläche von 0,5 ha. Am Rand der geschlossenen Bebauung mündet von Nordwesten ein Graben aus der Wolfställe. Dieser Zufluss führt nur periodisch Wasser. Von hier an fließt die Dürre Enz bereits dauerhaft. Sie zieht südlich entlang der Sersheimer Straße und biegt am Fuß des Pfefferbergs schrittweise nach links ab.

Im letzten Abschnitt verläuft sie in östlicher Richtung, unterquert die Straße nach Sachsenheim und erreicht die sich verbreiternde linke Flussaue der Enz. An der Kläranlage Oberriexingen mündet sie von links und zuletzt aus westlicher Richtung auf etwa 191 m ü. NHN in die untere Enz.

Einzugsgebiet und Landschaft

Das ungefähr 5,1 km² große Einzugsgebiet gehört zum Unterraum Unteres Enztal des Neckarbeckens. Geologisch liegt im Norden und besonders im Nordosten beim Gewerbepark Eichwald als höchste triassische Schicht der Gipskeuper, auch Grabfeld-Formation genannt. Die Quelle liegt nahe dem Übergang zum darunterliegenden Lettenkeuper, der Erfurt-Formation.

Der Bach und seine Mulde bleiben zunächst bis ungefähr an den Ortsrand von Oberriexingen im Lettenkeuper. Danach beginnt der noch tiefer liegende Obere Muschelkalk. In diesem Gestein fließt die Dürre Enz bis zum Rand des Auensedimentbandes an der Enz. Auf einem großen Teil des Einzugsgebiets, vor allem im Westen und Norden, liegen auf diesen geologischen Schichten Lösssedimente aus quartärer Ablagerung.

Der höchste Punkt des Einzugsgebiets liegt an seiner Westspitze und erreicht etwa 303 m ü. NHN. Hinter der ostwärts verlaufenden nördlichen Wasserscheide, also der Grenze zwischen benachbarten Einzugsgebieten, liegt das Gebiet des bedeutenderen Enz-Zuflusses Metter. Direkt westlich und östlich der Dürren Enz führen nur kleine, trockene Talmulden nach Süden ebenfalls zur Enz.

Der überwiegende Teil des Einzugsgebiets gehört zu Oberriexingen. Randbereiche liegen im Nordwesten in Vaihingen an der Enz, im Norden in Sersheim und im Nordosten in Sachsenheim. Das Dorf Oberriexingen nimmt einen großen Teil des Gebiets ein. Weitere Bebauung gibt es vor allem durch locker verteilte Aussiedlerhöfe im Norden und durch den in das Gebiet hineinragenden Gewerbepark Eichwald am Nordostrand.

Natur und Schutzgebiete

Nach dem Fischteich verläuft die Dürre Enz am Rand des Reutwaldes in einem vergleichsweise naturnahen Abschnitt. Am Unterhang des Pfefferbergs weisen Trockenmauern und heute mit Hecken bewachsene Flächen auf einen früheren Weinbau in südexponierter Lage hin.

Fast die gesamte vom Bach entwässerte Fläche liegt in Wasserschutzgebieten. In der Seitenmulde Wolfställen, die zum einzigen einigermaßen bedeutenden Zufluss gehört, besteht seit 2005 ein kleines Landschaftsschutzgebiet mit dem Namen Wolfställen. Der Pfefferberg ist Teil des größeren Landschaftsschutzgebiets Enztal zwischen dem Leinfelder Hof und Bietigheim-Bissingen, das seit 1991 besteht.

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