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Christoph Meyer (Historiker)

Christoph Meyer (* 11. April 1966 in Emstek) ist ein deutscher Historiker, Professor und Prorektor Bildung an der Hochschule Mittweida und Vorsitzender der …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Historiker und Hochschullehrer
  2. 2. Ausbildung und beruflicher Weg
  3. 3. Stiftung und politisches Engagement
  4. 4. Bücher
  5. 5. Aufsätze und Forschungsthemen

Historiker und Hochschullehrer

Christoph Meyer (* 11. April 1966 in Emstek) ist ein deutscher Historiker. Er ist Professor für Bildung und Kultur in der Sozialen Arbeit sowie Prorektor Bildung an der Hochschule Mittweida. Außerdem leitet er seit 2022 das Institut für Kommunikation, Kompetenz und Sprachen (IKKS) der Hochschule und ist Vorsitzender der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung in Dresden.

Seine Arbeit verbindet historische Forschung, politische Bildung und Themen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Ein Schwerpunkt seiner Veröffentlichungen liegt auf Herbert Wehner, der SPD, deutscher Teilung und Wiedervereinigung, Nationalismus, Demokratie sowie Erinnerungsarbeit.

Ausbildung und beruflicher Weg

Meyer wuchs in Bühren im Landkreis Cloppenburg in Niedersachsen auf. Er besuchte von 1972 bis 1984 die Schule und machte 1984 am Kolleg St. Thomas der Dominikaner in Vechta Abitur. Von 1984 bis 1986 leistete er als Rettungssanitäter beim Malteser Hilfsdienst Zivildienst.

Von 1986 bis 1993 studierte er an der Universität zu Köln Mittlere und Neuere Geschichte als Hauptfach sowie Germanistik und Politikwissenschaft als Nebenfächer. Er schloss mit dem Magister artium (M.A.) ab. 1997 promovierte er am Historischen Seminar der Universität zu Köln mit einer Arbeit über das Kuratorium Unteilbares Deutschland.

Nach einer kurzen Tätigkeit als Referatsleiter in der Abteilung Studienförderung der Friedrich-Ebert-Stiftung zog Meyer 1998 nach Dresden. Dort leitete er dreizehn Jahre das Herbert-Wehner-Bildungswerk. 2011 wurde er auf die Professur für Bildung und Kultur in der Sozialen Arbeit an der Hochschule Mittweida berufen. Von 2018 bis 2023 gehörte er dem Hochschulrat an; seit 2023 ist er Prorektor Bildung.

Stiftung und politisches Engagement

Seit der Gründung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung durch Greta Wehner im Jahr 2003 ist Meyer deren Vorsitzender. Die Stiftung befindet sich in Greta Wehners früherer Wohnung in der Tornaer Straße 56a in Dresden. Die aus Bonn mitgebrachte Einrichtung ist dort erhalten und kann besichtigt werden. 2024 erschien eine Biografie über Greta Wehner.

Meyer ist seit 1987 Mitglied der SPD. In Köln arbeitete er in der Hochschulpolitik und bei den Jusos mit. In Dresden war er in der SPD aktiv und von 2004 bis 2019 Mitglied des Ortsbeirats Dresden-Neustadt. Seit 2013 gehört er dem Auswahlausschuss der Friedrich-Ebert-Stiftung an. Er lebt in Dresden, ist verheiratet und Vater eines Pflegesohnes.

Bücher

Meyers Buch „Die deutschlandpolitische Doppelstrategie. Wilhelm Wolfgang Schütz und das Kuratorium Unteilbares Deutschland (1954–1972)“ erschien 1997. Es geht auf seine Forschung zum Kuratorium Unteilbares Deutschland zurück.

2006 veröffentlichte er die „Herbert Wehner. Biographie“. Für die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung gab er 2004 Greta Wehners „Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik“ heraus. 2024 erschien von ihm „Greta Wehner: Eine Frau tritt aus dem Schatten“.

Aufsätze und Forschungsthemen

Meyers Aufsätze behandeln unter anderem den SHB, Definitionen von Nationalismus, Herbert Wehner und die SPD im Jahr 1957, Geschichtskultur und Erinnerungsarbeit in den neuen Bundesländern sowie ostdeutsche Perspektiven der Demokratie.

Weitere Themen sind Wehners Ostpolitik, Wilhelm Wolfgang Schütz und das „Unteilbare Deutschland“, Demokratie und Moderne, Herbert Wehner und die Medien, politische Bildung im Osten sowie das Archiv der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung. Seine Beiträge erschienen zwischen 1997 und 2022 in Fachzeitschriften, Sammelbänden und Online-Angeboten wie dem Deutschland Archiv.

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