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Chiropterophilie
... Botanik ein Merkmalssyndrom bei Pflanzen, das mit der Bestäubung durch Fledertiere einhergeht, d. h. die Anpassungen von Pflanzen an Fledermäuse als …
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Merkmale der Fledermausbestäubung
Chiropterophilie, auch Chiropterofilie, Flagelliflorie, Penduliflorie oder Fledermausblütigkeit, bezeichnet ein Merkmalssyndrom von Pflanzen: Ihre Blüten sind an die Bestäubung durch Fledertiere angepasst. Bestäuber sind dabei nicht insektenfressende Fledermäuse, sondern tropische und subtropische nektarleckende und fruchtfressende Fledermäuse sowie Flughunde.
Chiropterophile Pflanzen blühen häufig nachts. Ihre Blüten duften oft intensiv, beispielsweise nach Kohl, Zwiebeln, Schweiß, Gärung, Früchten oder Gemüse; auch säuerliche oder, etwa bei Parkia-Arten, süßliche Gerüche kommen vor. Sie bilden sehr viel Nektar mit schleimiger Konsistenz und oft große Mengen Pollen. Beim Besuch verkleben Pollen und Nektar an der Schnauze des Tieres. So kann der Pollen zur nächsten Blüte gelangen.
Da Fledertiere relativ groß sind, sind die Blüten meist robust gebaut und weit geöffnet. Bestimmte Blütenstrukturen erhöhen möglicherweise nicht nur die Stabilität, sondern beeinflussen auch die Echoortung: Sie reflektieren Schall, sodass Fledertiere Standort und Qualität des Nahrungsangebots erkennen können.
Farben und Beispiele
Typische Blütenfarben sind grünlich-violett sowie schmutzig weißlich bis gelblich, etwa beim Baobab. Fledermäuse sind farbenblind. Eine Besonderheit sind die duftlosen, türkis- bis jadefarbenen Blüten von Strongylodon macrobotrys. Fledermausbestäubte Blüten wie die der Bananen sind oft besonders derb aufgebaut.