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Chen-Notation

Chen-Notation ist eine graphische Notation für Entity-Relationship-Modelle. Sie ist nach dem Informatiker Peter Chen benannt, Darstellung von Datenmodellen …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundidee und Darstellung
  2. 2. Attribute
  3. 3. Beziehungen und Rollen
  4. 4. Kardinalitäten der Chen-Notation
  5. 5. Modifizierte Chen-Notation

Grundidee und Darstellung

Die Chen-Notation ist eine grafische Notation für Entity-Relationship-Modelle (ER-Modelle), also für Datenmodelle. Sie wurde 1976 von dem Informatiker Peter Chen zusammen mit dem Entity-Relationship-Modell eingeführt. In der grafischen Darstellung werden Entitätstypen beziehungsweise Klassen, Beziehungstypen und Kardinalitäten angegeben. Kardinalitäten beschreiben, wie viele Elemente zweier Entitätsmengen miteinander in Beziehung stehen können.

Attribute

Ein Attribut beschreibt eine Eigenschaft eines Entitätstyps. Es besitzt einen eindeutigen Namen und ist zeitinvariant, verändert sich also nicht mit der Zeit. Im ursprünglichen Entwurf von Chen ist für Attribute keine eigene Notation vorgesehen.

Attribute können einfach, zusammengesetzt oder abgeleitet sein. Ein abgeleitetes beziehungsweise berechnetes Attribut wird aus anderen Angaben ermittelt; das Alter kann beispielsweise anhand des Geburtsdatums berechnet werden.

Beziehungen und Rollen

Beziehungstypen sind sachlogische Verknüpfungen zwischen zwei oder mehr Entitätstypen. Binäre Beziehungstypen verbinden zwei Entitätstypen, etwa „Chef erteilt Aufgabe“ und „Mitarbeiter erledigt Aufgabe“. Eine ternäre Beziehung verbindet drei beteiligte Entitätstypen; als Beispiel besuchen Chef und Mitarbeiter eine Weiterbildung.

Auch Beziehungen können Attribute besitzen. Die an einer Beziehung teilnehmenden Entitäten können außerdem mit Rollen bezeichnet werden.

Kardinalitäten der Chen-Notation

Bei binären Beziehungstypen stehen die Ziffer 1 für 0 oder 1 sowie die Buchstaben m und n für 0 bis ∞.

  • 1:1 ([0 oder 1] zu [1 oder 0]): Jede Entität kann mit höchstens einer Entität der anderen Entitätsmenge in Beziehung stehen – in beiden Richtungen.
  • 1:n ([0 oder 1] zu beliebig vielen): Eine Entität der ersten Menge kann mit beliebig vielen Entitäten der zweiten Menge verbunden sein; umgekehrt höchstens mit einer.
  • m:n (beliebig viele zu beliebig vielen): Entitäten beider Mengen können jeweils mit beliebig vielen Entitäten der anderen Menge verbunden sein.

Modifizierte Chen-Notation

Die Modifizierte Chen-Notation (Modified Chen Notation, MC-Notation) erweitert die Chen-Notation: c bedeutet choice beziehungsweise can und steht für „kein oder ein Element“, m bedeutet must beziehungsweise multiple und steht für „ein oder mehr Element(e)“. Deshalb wird MC teils auch Must-Can genannt. Der Artikel kennzeichnet die Angaben zu diesem Abschnitt als nicht hinreichend belegt.

Die möglichen Kardinalitäten sind: 1:1 für genau eine Beziehung in beide Richtungen; 1:c für genau eine zu höchstens einer; 1:m für genau eine zu mindestens einer; 1:mc für genau eine zu beliebig vielen; c:c für höchstens eine zu höchstens einer und entsprechend 1:1 der klassischen Chen-Notation; c:m für höchstens eine zu mindestens einer; c:mc für höchstens eine zu beliebig vielen und entsprechend 1:n; m:m für mindestens eine zu mindestens einer; m:mc für mindestens eine zu beliebig vielen; sowie mc:mc für beliebig viele zu beliebig vielen und entsprechend m:n der klassischen Chen-Notation.

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