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Bureau d’Enquêtes et d’Analyses pour la sécurité de l’aviation civile
Das BEA (Bureau d'enquêtes et d'analyses pour la sécurité de l'aviation civile, deutsch Untersuchungs- und Analysebüro für die Sicherheit der zivilen …
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Aufgabe und Bedeutung
Das Bureau d’enquêtes et d’analyses pour la sécurité de l’aviation civile (BEA) ist die französische Untersuchungsbehörde für Unfälle und Störungen in der zivilen Luftfahrt. Es wurde 1946 gegründet und hat seinen Sitz am Flughafen Le Bourget nahe Paris. Die Behörde arbeitet auf nationaler Ebene und beschäftigt 120 Mitarbeiter; Directeur ist Pierre-Yves Huerre.
Das BEA untersucht unter anderem Flugzeugabstürze und Zwischenfälle wie Beinahezusammenstöße. Seine Untersuchungen dienen der technischen und objektiven Klärung der Ursachen und Umstände. Sie sollen mögliche juristische Ermittlungen nicht beeinflussen. Aus den Ergebnissen kann das BEA Sicherheitshinweise ableiten und veröffentlichen, damit vergleichbare Unfälle künftig vermieden werden.
Rechtsgrundlagen und Zuständigkeit
Die Arbeit des BEA beruht auf mehreren rechtlichen Grundlagen. Auf europäischer Ebene gehört dazu die Richtlinie 94/56/EG des Rates vom 21. November 1994 über Grundsätze für die Untersuchung von Unfällen und Störungen in der Zivilluftfahrt. Hinzu kommen Abkommen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO sowie französische Gesetze.
Das BEA ist für Unfälle auf französischem Staatsgebiet zuständig. Dazu zählen auch die französischen Übersee-Départements, beispielsweise Französisch-Guayana und Martinique. Außerdem beteiligt sich die Behörde an Untersuchungen von Unfällen im Ausland, wenn eine französische Beteiligung vorliegt. Dies ist der Fall, wenn das verunglückte Flugzeug in Frankreich registriert wurde, in Frankreich konstruiert oder gebaut wurde oder von einem französischen Flughafen gestartet ist. Als Beispiele für in Frankreich konstruierte oder gebaute Flugzeuge nennt der Artikel Hersteller wie Airbus, ATR, Dassault und Eurocopter.
Bei Unfällen französischer Luftfahrzeuge im Ausland arbeitet das BEA eng mit der zuständigen Untersuchungsbehörde des jeweiligen Staates zusammen. Nach eigenen Angaben leitet es jährlich rund 250 Untersuchungen zu Unfällen und Störungen auf französischem Gebiet. Es kann auch auf Bitte ausländischer Behörden unterstützend tätig werden. Nach dem Absturz von Ethiopian-Airlines-Flug 302 baten die äthiopischen Behörden das BEA beispielsweise um Hilfe bei der Auswertung der Flugschreiber; diese wurden dafür nach Paris gebracht.
Ausgewählte Untersuchungen
Zu den im Artikel genannten Untersuchungen des BEA gehören Germanwings-Flug 9525, Air-France-Flug 4590, Air-France-Flug 447 und Egypt-Air-Flug 804. Diese Auswahl zeigt, dass das BEA sowohl bei Ereignissen mit französischen Fluggesellschaften beziehungsweise französischer Beteiligung als auch im Rahmen internationaler Zusammenarbeit an Flugunfalluntersuchungen mitwirkt.